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Werde Teamer*in beim NDC – Netzwerk für Demokratie und Courage!

Werde Teamer*in beim NDC – Netzwerk für Demokratie und Courage!
Zeig Courage und werde Teamer*in beim NDC!

Sicher hast Du auch schon bemerkt, dass in unserer Gesellschaft rassistische Tendenzen immer stärker zu spüren sind. Vielleicht warst Du auch schon mal wütend und hilflos dumpfen Stammtischparolen ausgeliefert. So geht es vielen Jugendlichen in ganz Deutschland. Deshalb haben wir gemeinsam mit vielen jungen Leuten die Projekttage „Für Demokratie Courage zeigen“ ins Leben gerufen. Wir wollen jenseits von Belehrungsrhetorik und erhobenem Zeigefinger deutlich machen, dass Rassismus keine Meinung, sondern Menschenfeindlichkeit ist.

Wie geht’s?
Alle unsere Projekttage werden von zwei ausgebildeten Teamer*innen durchgeführt. Wir gehen in Schulen, Ausbildungsbetriebe und Jugendgruppen. Wer glaubt, „wir reden nur mal drüber…“, hat sich getäuscht. Bei uns geht’s mit verschiedenen Konzepten und Methoden ans Eingemachte. Deine eigene Meinung ist gefragt. In einer einwöchigen Teamschulung wirst Du von erfahrenen Trainer*innen für die Durchführung der Projekttage fit gemacht. Dort lernst Du die Konzepte der Projekttage kennen und übst Dich in Methodik und Moderation. Nach der Schulung hospitierst Du bei einem Projekttag und schaust Dir an, wie das Ganze funktioniert, bevor Du dann selbst im Zweierteam loslegen kannst!

Wer kann mitmachen?
Wenn Du zwischen 18 und 30 Jahre alt bist und Lust hast, Dich mit den Themen Neonazismus, Rassismus und Zivilcourage auseinander zu setzen und mit anderen jungen Leuten die NDC-Projekttage zu teamen, bist Du hier genau richtig! Interesse ist das einzige, was du an Voraussetzungen mitbringen solltest. Dafür gibt’s dann Spannung, Spiel und neues Wissen. Schüler*innen, Student*innen, Azubis, Berufstätige, Arbeitslose, FSJler*innen und FÖJler*innen und und und… haben sich schon zu Teamer*innen ausbilden lassen.

Wann geht’s los?
Die nächsten Teamschulungen:
19. September – 25. September 2016
28. November – 04. Dezember 2016
Die Teilnahme ist für Dich kostenlos.

Melde dich an unter https://www.netzwerk-courage.de/ndc-pt/Account/Register
Finde weitere Infos unter http://www.netzwerk-courage.de und http://vimeo.com/102763410

Auch im Sommer: Sprachkurs Deutsch für junge Geflüchtete und Migrant*innen

Sprachkurse / Language Courses

Sprachkurs Deutsch für junge Geflüchtete und Migrant*innen

(english version below)

Seit März 2016 gibt es im Jugendzentrum “Friedrich Dürr” (JUZ) in der Neckarstadt wieder einen kostenlosen Sprachkurs in Deutsch für junge Geflüchtete und Migrant*innen. Die Kurse sind offen für Anfänger*innen und Fortgeschrittene.

Kurszeiten:
dienstags 10:00 – 11:30 Uhr und 14:00 – 15:30 Uhr
mittwochs 10:00 – 11:30 Uhr und 14:00 – 15:30 Uhr

Die Kurse finden im Jugendzentrum “Friedrich Dürr” (JUZ) statt.
Adresse:
Käthe-Kollwitz-Str. 2-4
68169 Mannheim
(Neuer Messplatz)

Free German language courses for young refugees and immigrants!

Since March 2016 there are free German language courses for young refugees and immigrants in the Mannheim Neckarstadt youth centre (JUZ). Courses are suitable for beginners and advanced learners.

Times:
tuesdays 10:00 – 11:30 h and 14:00 – 15:30 h
wednesdays 10:00 – 11:30 h and 14:00 – 15:30 h

The courses take place at the Mannheim youth centre / Jugendzentrum „Friedrich Dürr“.
Adress:
JUZ Mannheim
Käthe-Kollwitz-Str. 2-4
68169 Mannheim
You can reach the Jugendzentrum with trams 1 and 3 (Station „Neuer Messplatz“).

Vortrag “Die Grenzen der Menschlichkeit” am 13.9.16 im Forum der Jugend

Die Grenzen der Menschlichkeit

Blackbox Abschiebung – Zur Politik der Abschiebungen und ihrer Überwindung

Multimediale Lesung und Diskussion mit Miltiadis Oulios

Veranstaltet  vom  Bündnis gegen Abschiebungen Mannheim

am Dienstag, den 13. September, 19.00 – 21.45 Uhr

im Jugendkulturzentrum FORUM
Neckarpromenade 46
68167 Mannheim

Die Veranstaltung soll auch mobilisieren für die Teilnahme an der

zentralen Demo

„Solidarity 4 all“ – Gegen jede Form von Rassismus und Ausgrenzung!

am Samstag, den 1. Oktober, 14.00 Uhr Heidelberg, Hauptbahnhof

Zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen aus verschiedenen Städten in Baden-Württemberg rufen als offenes Netzwerk zu dieser landesweiten Demonstration am 1.10. und zu einer Konferenz am 25.09.2016 nach Heidelberg auf. Der Aufruf wird in Kürze veröffentlicht.

Hausbesetzung in Münster geräumt, ein Tag später neue Besetzung

Hausbesetzung in Münster geräumt, ein Tag später erfolgte eine neue Besetzung:

“Hubertistr. 2 in Münster besetzt nach Räumung des Schifffahrter Damm 84

Infos: squatms.blackblogs.org / squatms@riseup.net / twitter: @squatms

Nachdem am 01.09.2016 das besetzte Haus am Schifffahrter Damm 84 geräumt wurde, haben wir uns dazu entschieden, uns das nicht gefallen gelassen und einen Tag darauf in der Hubertistraße 2 erneut zu besetzen. Zehn Minuten vom Hauptbahnhof/Grenzt an die Wolbecker Str. . Die Gründe sind nach wie vor die selben: Während hunderte Menschen in Münster auf der Straße schlafen, Geflüchtete in Containern wohnen müssen und weiterhin ein Mangel an selbstverwalteten Räumen besteht, stehen immer noch Häuser seit Jahren leer. Und die, die nicht leer stehen, sind für viele oft nur noch außerhalb der Innenstadt bezahlbar.

Das Haus am Schifffahrter Damm 84 sollte genutzt werden, um uns in unseren Vierteln zu vernetzen, uns
gemeinsam zu organisieren, Veranstaltungen durchzuführen, Wohnraum zu schaffen und sichtbar zu sein als ein Ort des Widerstands gegen die neoliberale und autoritäre Stadt. Und zeitgleich Beispiel dafür sein, dass wir mit unserer eigenen Kraft, wenn wir uns gemeinsam entscheiden zu handeln, die Stadt und damit einen Teil unseres Lebens aneignen können um Strukturen aufzubauen, die auf Solidarität Respekt und Vertrauen basieren. Dieser Prozess startet mit einem sozialem Zentrum als Ausgangsort unserer Kämpfe.

Zwar wurde die Besetzung am Schifffahrter Damm 84 beendet, damit aber nicht unsere Gründe dafür und unsere Wünsche. Deshalb laden wir euch alle herzlichst ein, vorbeizukommen, und mit uns gemeinsam ein soziales Zentrum aufzubauen.

Hausbesetzungsparolen im Praxistest:
Kein Tag ohne soziales Zentrum!”

Neue Hausbesetzung in Münster / Social Center eröffnet

Neue Hausbesetzung in Münster / Social Center eröffnet, aber lest selbst:

“Aller Guten Dinge sind drei !

Soziales Zentrum eröffnet. Kommt vorbei und packt mit an !

Das Haus auf dem Schiffahrter Damm 84 wurde seit mehreren Jahren dem
Verfall überlassen. Zeitgleich befinden wir uns in Verhältnissen, in
denen alleine in Münster hunderte Menschen auf der Straße leben,
Geflüchtete in Containern untergebracht werden und unkommerzielle und
selbstverwaltete Orte nicht überleben können.

Noch dazu fehlt es der lokalen Hausbesetzungsbewegung und einer ganzen
Menge anderer Gruppen an Infrastruktur, Treffpunkten und Orten um
kontinuierlich zu arbeiten, zu diskutieren und gemeinsame Perspektiven
zu entwickeln.

Es fehlt insgesamt an so vielen denkbaren Räumen – parallel dazu stehen
Häuser leer.

Da erschien es uns passend und angberacht das Haus zu besetzen und alle
Menschen dazu aufzurufen dort ein soziales Zentrum aufzubauen um
miteinander zu leben, zu kämpfen und zu lernen. Damit haben wir die
dritte Runde der Auseinandersetzung für ein soziales Zentrum in Münster
eingeleitet.

Wir wollen das Haus nutzen um uns in unseren Vierteln zu vernetzen, uns
gemeinsam zu organisieren, Veranstaltungen durchzuführen, Wohnraum zu
schaffen und sichtbar zu sein als ein Ort des Widerstands gegen die
neoliberale und autoritäre Stadt. Und zeitgleich Beispiel dafür sein,
dass wir mit unserer eigenen Kraft, wenn wir uns gemeinsam entscheiden
zu handeln, die Stadt und damit einen Teil unseres Lebens aneignen
können um Strukturen aufzubauen, die auf Solidarität Respekt und
Vertrauen basieren. Dieser Prozess startet mit einem sozialem Zentrum
als Ausgangsort unserer Kämpfe.

Wir laden euch alle herzlichst in das Haus ein um es gemeinsam
aufzubauen und eure Ideen, Wünsche und Kritik einzubringen.

Wir haben regelmäßige Versammlungen, auf denen wir basisdemokratisch und
im Konsensverfahren Entscheidungen über das Haus treffen.

Eröffnungsfeier: Samstag 27.08.2016 / 21:00 Uhr / Bringt gerne Essen und
Getränke mit.

Tag X + 1: Falls das Haus geräumt wird, rufen wir dazu auf sich einen
Tag später ab 19:00 Uhr am Cineplex (Stadthafen) zu versammeln und die
Rämung mit all unseren unterschiedlichen Protestformen rotzfrech zu
kommentieren.”

JUZ unterstützt Forderungen des Social Center Freiburg zur Nutzbarmachung leerstehender Gebäude für soziale, basisdemokratische und flüchtlingsunterstützende Initiativen

Das JUZ unterstützt die Forderungen des Social Center Freiburg zur Nutzbarmachung leerstehender Gebäude für soziale, basisdemokratische und flüchtlingsunterstützende Initiativen – lest selbst:

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Redakteurinnen und Redakteure,
liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wir veröffentlichen am heutigen Mittwoch, den 27.07.2016, einen offenen Brief an den DGB-Bundesvorstand. Darin wird dieser aufgefordert, ehemalige und leerstehende Gebäude im Besitz des DGBs nach Möglichkeit für soziale, basisdemokratische und flüchtlingsunterstützende Initiativen nutzbar zu machen. Konkret gibt es in Freiburg und Göttingen entsprechende Projekte; in Freiburg weigert sich der DGB-Bundesvorstand bislang, eine andere Nutzung des leerstehendes Gebäudes als die Vermietung auf dem freien Markt auch nur zu diskutieren.

Der Offene Brief wird neben den beteiligten Initiativen von diversen Erstunterzeichnern unterstützt, darunter mehrere DGB-Kreisverbände, ehrenamtliche Initiativen, ProfessorInnen und GewerkschafterInnen.

Wir freuen uns über Berichterstattung. Für Rückfragen sind wir gerne erreichbar via socialcenterfreiburg@riseup.net. Der Brief darf gerne verlinkt <https://socialcenterfreiburg.noblogs.org/2016/07/offenerbrief/>, auf sozialen Medien geteilt und natürlich abgedruckt werden. Auch kann er weiterhin unterstützt werden, dafür bitte eine Nachricht an socialcenterfreiburg@riseup.net.

Mit freundlichen Grüßen,
Hannah Müller
für die Initiative für ein Großes Rasthaus in Freiburg

— getragen von:
Rasthaus Freiburg
Aktion Bleiberecht Freiburg
Freiburger Forum Aktiv gegen Ausgrenzung
medinetz Freiburg
iz3w
u.a. (siehe im Offenen Brief)

Hier könnt ihr den kompletten offenen Brief lesen: https://socialcenterfreiburg.noblogs.org/2016/07/offenerbrief/

Kundgebung: Solidarität mit den Geflüchteten – Die Abschottung Europas stoppen!

Solidarität mit den Geflüchteten – Die unmenschliche Abschottung Europas stoppen.

Fluchtwege öffnen – Fluchtursachen bekämpfen – Bleiberecht für alle!

Kundgebung in Mannheim, Paradeplatz: Donnerstag, 9. Juni, 18.00 Uhr

Seit Anfang dieses Jahres sind im Mittelmeer nach Angaben der IOM (Internationale Organisation für Migration) mehr als 2400 Geflüchtete ertrunken, mehr als 1000 davon alleine in den vergangen zehn Tagen (Quelle: Evangelischer Pressedienst/migazin.de vom 06.06.2016)

 

Die geschätzte Zahl ertrunkener Geflüchteter soll inzwischen 30.000 betragen. Die tatsächliche Zahl wird wesentlich höher liegen. Hinzu kommen die vielen Toten, die auf der Flucht aus ihren Herkunftsländern verhungert oder verdurstet sind und das Mittelmeer gar nicht mehr erreichen konnten.

 

Das massenhafte Sterben im Mittelmeer ist die Folge einer menschenverachtenden Abschottungs- und Abschreckungspolitik der europäischen Regierungen. Das italienische Seenotrettungs-Programm „Mare nostrum“ wurde 2014 abgelöst durch das von der EU betriebene Triton-Programm, das nach den Worten von Innenminister de Maizière vorrangig der Grenzsicherung dient und nicht der Rettung von Menschen.

Die europäische Grenzschutzagentur Frontex war sich der Folgen des neuen Programms durchaus bewusst und kalkulierte auch skrupellos „eine höhere Anzahl von Todesfällen“ ein. Dies führe in der Zukunft dazu, dass „deutlich weniger Migranten die Überfahrt bei schlechtem Wetter wagen und die Preise für die Überfahrten steigen werden“ (!)

Der damalige UN-Sonderberichterstatter für die Menschenrechte von Migranten hatte diese inhumane Politik der EU-Regierungen scharf verurteilt: „Darauf zu setzen, dass ein Anstieg der Zahl der Todesopfer auf zukünftige Migranten und Asylsuchende abschreckend wirkt, ist entsetzlich. Es ist, als ob man sagen würde: Lass sie sterben, denn das ist eine gute Abschreckung für andere“. (Quelle: wsws.org)

 

Europäische Regierungen – Deutschland ist auch tatkräftig dabei – setzen offensichtlich das Leben von immer mehr Schutzsuchenden kaltblütig aufs Spiel. Ein Asylrecht als tatsächliches Schutzrecht gibt es schon längst nicht mehr. Inzwischen ist der Krieg gegen Menschen, die in Europa Schutz suchen voll im Gange. Er wird immer mehr ausgeweitet und intensiviert.

Nach dem Vorbild des unsäglichen Deals mit dem diktatorischen türkischen Regime sollen in nächster Zeit Abkommen mit afrikanischen Regierungen vereinbart werden. Wovon der frühere Innenminister Schily noch träumte, das soll jetzt flächendeckend umgesetzt werden: die Vorverlagerung der Grenzen Europas gleichsam bis in die Länder Afrikas hinein. Hierzu sollen die Länder wirtschaftlich unter Druck gesetzt werden, wenn sie nicht botmäßig sind. Ebenso wird die Strategie der militärischen Intervention ausgeweitet, um sich Rohstoffe möglichst billig zu ergattern und die Absatzmärkte mit allen Mitteln zu sichern und auszubauen. Der neue Imperialismus ist nicht anders als der alte: er häuft nur noch mehr Reichtum bei wenigen einheimischen Potentaten und europäischen Konzernen an, darunter der Waffenindustrie. Für immer mehr Menschen in den Herkunftsländern aber wird Not, Elend, Hunger und Verfolgung zum bitteren Alltag. Wenn dann Menschen diese Länder verlassen, um ihr Leben zu retten und sich in Europa eine Existenz aufzubauen, werden sie mit allen Mitteln bekämpft, schikaniert und ausgegrenzt.

Wir dürfen dies nicht weiter zulassen und müssen uns an die Seite der Geflüchteten, der am stärksten verfolgten und ausgegrenzten Gruppe in den reichen Ländern – dazu gehört gerade auch Deutschland – stellen.

Alle Menschen haben ein Recht auf Leben. Asyl ist Menschenrecht. Das Migrationsregime angreifen, den Rassismus bekämpfen in allen seinen Formen – ganz gleich, von wem er ausgeübt wird, von Regierungen, EU-Kommission, Parlamenten, Soldaten, Polizei, Gerichten oder von faschistischen Gruppierungen und dem aufgehetztem Mob.

Rassismus tötet. Wir wollen leben – zusammen mit den Geflüchteten. Wer kommen will, soll kommen dürfen. Fluchtwege und Grenzen öffnen. Wer bleiben will, soll bleiben dürfen. Bleiberecht für alle. Grenzenlose globale Bewegungsfreiheit.

Die Erde gehört allen! Kein Mensch ist illegal! Solidarität hilft siegen.

Bündnis gegen Abschiebungen (BgA) Mannheim – Info: www.buendnisgegenabschiebungenmannheim.com

v.i.s.d.p. j.marti, heckerstraße, 68164 mannheim

70 Jahre Stadtjugendring – 70 Jahre Vielfalt

Am Samstag den 11.Juni findet in den Quadraten von 11 – 14 Uhr die Jubiläumsfeier “70 Jahre Stadtjugendring – 70 Jahre Vielfalt” statt.

Der Stadtjugendring ist ein Zusammenschluss von Jugendverbänden, welcher für eine von Pluralität und Freiheit geprägte Jugendarbeit steht.

Ab 11 Uhr gibt es Aktionsstände der Jugendverbände an verschiedenen Orten in der Breiten Straße und den Planken.

Das JUZ wird hier auch mit einem Stand vertreten sein.

Um 14 Uhr gibt es einen Aktionszug zur Bühne in der Breiten Straße auf Höhe K1/J1.

Hier wird es ab ca 14:10 Uhr einige Grußworte, eine Spendenübergabe und Jugendkultur aus den Verbänden geben.

 

 

 

 

Bundesweite Kampagne “Aufstehen gegen Rassismus” unterstützen!

Bundesweite Kampagne gegen Rassismus!
#aufstehen #noafd

Wir schreiben euch, um eure Unterstützung für das bundesweite Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus! Deine Stimme gegen rechte Hetze!" zu gewinnen. Unser erklärtes Ziel ist es dem Aufstieg der AfD effektiv etwas entgegen zu setzen. An diesem Prozess haben sich bisher u.a. die Jusos, viele Gewerkschaftsgliederungen, DGB-Jugend, LINKE, Naturfreunde, VVN-BdA, Antifa-Gruppen und verschiedene antirassistische Initiativen beteiligt. Die Wahlergebnisse vom Wochenende sind ein Schock. Die AfD ist - wir müssen mit Entsetzen feststellen - der große Wahlsieger. Zusätzlich laufen Stiefelnazis wieder selbstbewusst durch viele Städte und Flüchtlingsheime brennen. Das alles schaukelt sich gegenseitig hoch. Wir sehen daher die dringende Notwendigkeit eine breit getragene Kampagne in den Stadtteilen, Schulen, Universitäten und Betrieben aufzubauen - lokal verankert und bundesweit vernetzt. Im Moment sammeln wir Unterzeichnerinnen und Unterzeichner für den Aufruf "Aufstehen gegen Rassismus" und möchten auch euch fragen, ob ihr den Aufruf unterzeichnen möchtet (den Aufruf findet ihr HIER (http://aufstehen-gegen-rassismus.us13.list-manage.com/track/click?u=b67bc5e9d047ef64987f84331&id=60e722ed09&e=2cafb98251) ). Uns ist es wichtig, möglichst in alle gesellschaftlichen Bereiche auszustrahlen. Wir würden uns darum freuen, wenn ihr die Kampagne über eure Kanäle bekannt macht und den Aufruf verbreitet. Wir möchten nicht nur UnterzeichnerInnen sammeln, sondern auch gemeinsam aktiv werden. Hierfür planen wir eine bundesweite Aktionskonferenz am 23./24. April in Frankfurt. Dort soll das weitere Vorgehen besprochen werden.
Alle wichtigen Informationen sowie erste mediale Reaktionen findet ihr hier: www.aufstehen-gegen-rassismus.de (http://aufstehen-gegen-rassismus.us13.list-manage2.com/track/click?u=b67bc5e9d047ef64987f84331&id=42f3f02f5d&e=2cafb98251)
Auf Facebook findet ihr uns unter "Bündnis Aufstehen gegen Rassismus" (http://aufstehen-gegen-rassismus.us13.list-manage1.com/track/click?u=b67bc5e9d047ef64987f84331&id=ae7f0040f8&e=2cafb98251).
Wir würden uns freuen, wenn ihr die Seite über eure Kanäle teilt.

Mit antirassistischen Grüßen,
Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus!"

Einladung zur öffentlichen Pressekonferenz des Bündnis gegen Abschiebungen Mannheim

Hiermit teilen wir die Einladung zur öffentlichen Pressekonferenz des Bündnis gegen Abschiebungen Mannheim:
Hallo,
Wir informieren euch hiermit über die Pressekonferenz morgen, Donnerstag, 26.11.2015, 13.30 Uhr in der Alphornstraße   2 a, Mehrgenerationenhaus MA-Neckarstadt-West, Nähe Neumarkt.
Es geht um die Situation der Geflüchteten (Missstände bezüglich der Unterbringung, Versorgung von Kranken, Besuchseinschränkungen usw.) auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Sullivan in MA, Käfertal-Wald.
Kommt zahlreich. Es werden auch Geflüchtete über ihre Situation dort berichten. Das Mehrgenerationen ist gut erreichbaar,
Kommt bitte möglichst pünktlich. drei Minuten von der Straßenbahn-Haltestelle  der Linie 2 am Neumarkt in der Neckarstadt-West.
Näheres siehe unten.
Bündnis gegen Abschiebungen (BgA) Mannheim
Bitte kommt zu dieser öffentlichen PK.

Mitteilung an die Medien und Einladung zur Pressekonferenz
Zur Lage der Geflüchteten auf dem Sullivan-Gelände in Mannheim.
am Donnerstag, den 26.11.2015, 13.30 Uhr
Alphornstraße 2 a (Mehrgenerationen-Haus), EG. Mannheim-Neckarstadt-West, 68169

Auf dem Gelände der früheren Sullivan-Kaserne in Ma-Käfertal-Wald sollen etwa 1900 Asylsuchende untergebracht sein. Es handelt sich hier um eine BEA (Bedarfsorientierte Erstaufnahmestelle), die vom Regierungspräsidium Karlsruhe verwaltet wird.

Hier ist im Auftrag des RP die bundesweit tätige Sicherheitsfirma Ciborius mit Firmensitz in Frankfurt aktiv.

Es gibt keine anderen Organisationen auf dem Gelände, keine Hilfsorganisationen und keine kirchlichen oder sonstigen Organisationen.

Wir haben vor kurzem mit zwanzig dort untergebrachten Flüchtlingen gesprochen.

Sie sind großenteils aus Syrien und haben uns auf gravierende Missstände hinsichtlich der Unterbringung aufmerksam gemacht und uns gebeten diese zusammen mit ihnen auch öffentlich zu machen mit dem Ziel, sie schnellstmöglich abzuschaffen.

 Die Flüchtlinge haben uns gegenüber folgende Missstände hervorgehoben:

 Unterbringung auf engstem Raum.

Bis zu drei Familien sind in einem Zimmer untergebracht. Manchmal werden auch Einzelpersonen zusammen mit einer Familie in einem Zimmer untergebracht.

 Essen

Das Essen ist schlecht, oft ungenießbar. Es wird zweimal am Tage abgepacktes Essen ausgegeben: zum Frühstück und mittags, wobei das Abendessen gleich mit ausgegeben wird. Es besteht Mangel an Babynahrung.

 Trinkwasser

Ein Asylsuchender hat selbst gesehen, dass ein Behälter mit Wasser als Trinkwasserbehälter deklariert wurde. Diese Kennzeichnung wurde später vom Gesundheitsamt wieder entfernt, weil das Wasser zum Trinken ungeeignet gewesen sei.

 Mangelhafte ärztliche Versorgung

Für die Flüchtlinge gibt es nur einen einzigen Allgemeinmediziner, der täglich lediglich 4 Stunden dort Sprechstunde abhält. Es gibt dort keine Fachärzte. Einer Frau, die im neunten Monat schwanger ist und einen Frauenarzt aufsuchen wollte, wurde dies verwehrt. Begründet wurde dies damit, dass sie noch nicht registriert sei.

Einer anderen Frau, die starke Unterleibsschmerzen hatte, wurde ebenfalls der Besuch eines Frauenarztes verweigert.

Einer dritten Frau, wurde, obwohl sie nachgewiesen herzkrank ist, ebenfalls der Facharztbesuch verweigert. Die Frau fällt oft um und braucht dringend Medikamente.

Diese Frauen sind inzwischen in das Patrik-Henry-Village in Heidelberg verlegt worden.

 Einem Mann mit offener Wunde, der direkt aus dem Krankenhaus kam und Nachsorge-Termine verordnet bekommen hatte, wurde ein Arztbesuch verweigert.

 Registrierung und Bargeld

Die meisten Bewohner*innen waren zum Zeitpunkt, als sie zu uns kamen und um Rat fragten, noch nicht registriert, obwohl sie schon einen Monat auf dem Gelände lebten. Einige kamen vorher bereits aus einem anderen Lager und sind nun seit 80 Tagen nicht registriert.

 Wer nicht registriert ist, erhält überhaupt kein Bargeld, auch kein Taschengeld. Bargeld gibt es nur einmal im Monat.

 Mangel an Hygieneartikeln

Es gibt nicht genügend Hygieneartikel, auch zu wenig Windeln für Säuglinge.

 Verweigerung des Zutritts von Besucher*innen

Besucher*innenn wird rigoros der Zutritt zum Lager verwehrt, auch wenn sie ihren Ausweis zeigen und sie von Bewohner*innen begleitet werden!

 Respektloser Umgang mit den Geflüchteten

Die Asylsuchenden haben oft keine Ansprechpartner außer den Security-Mitarbeitern. Bei Beschwerden kriegen sie manchmal zur Antwort. „Dann sucht euch ein Hotel“ (!) Am 23.11.2015 beschuldigte ein Wachmann während eines Protests gegen die Zustände auf dem Gelände Flüchtlinge, ihn gekickt zu haben, wobei die Polizei ihm keinen Glauben schenkte.

 Kleiderausgabe

Kleidung wird willkürlich, ungerecht und oft nicht nach dem jeweiligen Bedarf verteilt.

 Unser Besuch im Lager (ehemalige Sullivan-Kaserne) am 24.11.2015

Wir konnten heute mit zwei Stadträten der Partei Die Grünen, zwei Angestellten des Sozialamts und dem für alle Lager in Mannheim zuständigen Vertreter des Regierungspräsidiums Karlsruhe das Lager betreten.

Wir haben auch die angeführten Mängel zur Sprache gebracht. Die Kritik der Geflüchteten an ihrer Unterbringung konnte dabei nicht entkräftet werden.

 So haben wir zum Beispiel uns selbst davon überzeugen können, dass in einem Raum von ungefähr 25 qm 12 Stockbetten- also je zwei Betten übereinander – standen! Das ergibt zwei Quadratmeter pro Bewohner.

 Die Registrierungen der Geflüchteten sollen inzwischen innerhalb von 10 Tagen durchgeführt werden. Ob dies zutrifft, wissen wir nicht. Uns fiel auf, dass die Menschen im Freien in einer langen Schlange warten mussten, was bei den heute herrschenden Temperatur unter Null Grad eine Zumutung für die Wartenden war!

 Die sanitäre Versorgung mit einigen Dixie-Klos und wenigen Behelfs-Duschen war unzureichend.

Die Erschwerung von Besuchen – diese müssen im Regelfall Tage vorher schriftlich angemeldet werden – beschränkt in unnötiger Weise den Alltag der dort Untergebrachten.

 Für uns ergibt sich als Fazit:

 Die Unterbringung in Lagern ist generell unzumutbar. Dies könnte schnell geändert werden, wenn die zuständigen Behörden nur wollten. Leerer Wohnraum ist ausreichend vorhanden. Die enge Unterbringung ist absolut inakzeptabel. Die Versorgung im Krankheitsfall ist mangelhaft und diskriminierend.

Wir fordern den Zugang der Geflüchteten zu Fachärzten und Kliniken von Anfang an, sobald sie in Deutschland angekommen sind.

Wir haben erfahren, dass das Mannheimer Klinikum das Lager auf Sullivan für die Unterbringung von Familien mit Kindern für ungeeignet hält und dies bereits dem RP mitgeteilt hat.

 Die betroffenen Geflüchteten sollten in die Organisation ihres Alltags einbezogen werden. Sie sind Menschen und keine Sachen. Übertriebene Kontrolle und Erschwerung von Kontakten nach draußen mit der Mehrheitsbevölkerung entmündigt die Geflüchteten, verstärkt ihre Isolation und stigmatisiert sie.

 Diese Art von Unterbringung ermuntert Rassisten und Faschisten aller Couleur zu Übergriffen, wenn nicht dort, dann anderswo. Die Sicherheit der Betroffenen Geflüchteten wird durch die Unterbringung in einem Lager keineswegs gefördert, eher wird das Gegenteil bewirkt.

 Bündnis gegen Abschiebungen Mannheim

 Email-Adresse: bleiberechtsbuendnis@web.de

 Mannheim, den 24-11-2015