Facebook

70 Jahre Stadtjugendring – 70 Jahre Vielfalt

Am Samstag den 11.Juni findet in den Quadraten von 11 – 14 Uhr die Jubiläumsfeier “70 Jahre Stadtjugendring – 70 Jahre Vielfalt” statt.

Der Stadtjugendring ist ein Zusammenschluss von Jugendverbänden, welcher für eine von Pluralität und Freiheit geprägte Jugendarbeit steht.

Ab 11 Uhr gibt es Aktionsstände der Jugendverbände an verschiedenen Orten in der Breiten Straße und den Planken.

Das JUZ wird hier auch mit einem Stand vertreten sein.

Um 14 Uhr gibt es einen Aktionszug zur Bühne in der Breiten Straße auf Höhe K1/J1.

Hier wird es ab ca 14:10 Uhr einige Grußworte, eine Spendenübergabe und Jugendkultur aus den Verbänden geben.

 

 

 

 

Bundesweite Kampagne “Aufstehen gegen Rassismus” unterstützen!

Bundesweite Kampagne gegen Rassismus!
#aufstehen #noafd

Wir schreiben euch, um eure Unterstützung für das bundesweite Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus! Deine Stimme gegen rechte Hetze!" zu gewinnen. Unser erklärtes Ziel ist es dem Aufstieg der AfD effektiv etwas entgegen zu setzen. An diesem Prozess haben sich bisher u.a. die Jusos, viele Gewerkschaftsgliederungen, DGB-Jugend, LINKE, Naturfreunde, VVN-BdA, Antifa-Gruppen und verschiedene antirassistische Initiativen beteiligt. Die Wahlergebnisse vom Wochenende sind ein Schock. Die AfD ist - wir müssen mit Entsetzen feststellen - der große Wahlsieger. Zusätzlich laufen Stiefelnazis wieder selbstbewusst durch viele Städte und Flüchtlingsheime brennen. Das alles schaukelt sich gegenseitig hoch. Wir sehen daher die dringende Notwendigkeit eine breit getragene Kampagne in den Stadtteilen, Schulen, Universitäten und Betrieben aufzubauen - lokal verankert und bundesweit vernetzt. Im Moment sammeln wir Unterzeichnerinnen und Unterzeichner für den Aufruf "Aufstehen gegen Rassismus" und möchten auch euch fragen, ob ihr den Aufruf unterzeichnen möchtet (den Aufruf findet ihr HIER (http://aufstehen-gegen-rassismus.us13.list-manage.com/track/click?u=b67bc5e9d047ef64987f84331&id=60e722ed09&e=2cafb98251) ). Uns ist es wichtig, möglichst in alle gesellschaftlichen Bereiche auszustrahlen. Wir würden uns darum freuen, wenn ihr die Kampagne über eure Kanäle bekannt macht und den Aufruf verbreitet. Wir möchten nicht nur UnterzeichnerInnen sammeln, sondern auch gemeinsam aktiv werden. Hierfür planen wir eine bundesweite Aktionskonferenz am 23./24. April in Frankfurt. Dort soll das weitere Vorgehen besprochen werden.
Alle wichtigen Informationen sowie erste mediale Reaktionen findet ihr hier: www.aufstehen-gegen-rassismus.de (http://aufstehen-gegen-rassismus.us13.list-manage2.com/track/click?u=b67bc5e9d047ef64987f84331&id=42f3f02f5d&e=2cafb98251)
Auf Facebook findet ihr uns unter "Bündnis Aufstehen gegen Rassismus" (http://aufstehen-gegen-rassismus.us13.list-manage1.com/track/click?u=b67bc5e9d047ef64987f84331&id=ae7f0040f8&e=2cafb98251).
Wir würden uns freuen, wenn ihr die Seite über eure Kanäle teilt.

Mit antirassistischen Grüßen,
Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus!"

Einladung zur öffentlichen Pressekonferenz des Bündnis gegen Abschiebungen Mannheim

Hiermit teilen wir die Einladung zur öffentlichen Pressekonferenz des Bündnis gegen Abschiebungen Mannheim:
Hallo,
Wir informieren euch hiermit über die Pressekonferenz morgen, Donnerstag, 26.11.2015, 13.30 Uhr in der Alphornstraße   2 a, Mehrgenerationenhaus MA-Neckarstadt-West, Nähe Neumarkt.
Es geht um die Situation der Geflüchteten (Missstände bezüglich der Unterbringung, Versorgung von Kranken, Besuchseinschränkungen usw.) auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne Sullivan in MA, Käfertal-Wald.
Kommt zahlreich. Es werden auch Geflüchtete über ihre Situation dort berichten. Das Mehrgenerationen ist gut erreichbaar,
Kommt bitte möglichst pünktlich. drei Minuten von der Straßenbahn-Haltestelle  der Linie 2 am Neumarkt in der Neckarstadt-West.
Näheres siehe unten.
Bündnis gegen Abschiebungen (BgA) Mannheim
Bitte kommt zu dieser öffentlichen PK.

Mitteilung an die Medien und Einladung zur Pressekonferenz
Zur Lage der Geflüchteten auf dem Sullivan-Gelände in Mannheim.
am Donnerstag, den 26.11.2015, 13.30 Uhr
Alphornstraße 2 a (Mehrgenerationen-Haus), EG. Mannheim-Neckarstadt-West, 68169

Auf dem Gelände der früheren Sullivan-Kaserne in Ma-Käfertal-Wald sollen etwa 1900 Asylsuchende untergebracht sein. Es handelt sich hier um eine BEA (Bedarfsorientierte Erstaufnahmestelle), die vom Regierungspräsidium Karlsruhe verwaltet wird.

Hier ist im Auftrag des RP die bundesweit tätige Sicherheitsfirma Ciborius mit Firmensitz in Frankfurt aktiv.

Es gibt keine anderen Organisationen auf dem Gelände, keine Hilfsorganisationen und keine kirchlichen oder sonstigen Organisationen.

Wir haben vor kurzem mit zwanzig dort untergebrachten Flüchtlingen gesprochen.

Sie sind großenteils aus Syrien und haben uns auf gravierende Missstände hinsichtlich der Unterbringung aufmerksam gemacht und uns gebeten diese zusammen mit ihnen auch öffentlich zu machen mit dem Ziel, sie schnellstmöglich abzuschaffen.

 Die Flüchtlinge haben uns gegenüber folgende Missstände hervorgehoben:

 Unterbringung auf engstem Raum.

Bis zu drei Familien sind in einem Zimmer untergebracht. Manchmal werden auch Einzelpersonen zusammen mit einer Familie in einem Zimmer untergebracht.

 Essen

Das Essen ist schlecht, oft ungenießbar. Es wird zweimal am Tage abgepacktes Essen ausgegeben: zum Frühstück und mittags, wobei das Abendessen gleich mit ausgegeben wird. Es besteht Mangel an Babynahrung.

 Trinkwasser

Ein Asylsuchender hat selbst gesehen, dass ein Behälter mit Wasser als Trinkwasserbehälter deklariert wurde. Diese Kennzeichnung wurde später vom Gesundheitsamt wieder entfernt, weil das Wasser zum Trinken ungeeignet gewesen sei.

 Mangelhafte ärztliche Versorgung

Für die Flüchtlinge gibt es nur einen einzigen Allgemeinmediziner, der täglich lediglich 4 Stunden dort Sprechstunde abhält. Es gibt dort keine Fachärzte. Einer Frau, die im neunten Monat schwanger ist und einen Frauenarzt aufsuchen wollte, wurde dies verwehrt. Begründet wurde dies damit, dass sie noch nicht registriert sei.

Einer anderen Frau, die starke Unterleibsschmerzen hatte, wurde ebenfalls der Besuch eines Frauenarztes verweigert.

Einer dritten Frau, wurde, obwohl sie nachgewiesen herzkrank ist, ebenfalls der Facharztbesuch verweigert. Die Frau fällt oft um und braucht dringend Medikamente.

Diese Frauen sind inzwischen in das Patrik-Henry-Village in Heidelberg verlegt worden.

 Einem Mann mit offener Wunde, der direkt aus dem Krankenhaus kam und Nachsorge-Termine verordnet bekommen hatte, wurde ein Arztbesuch verweigert.

 Registrierung und Bargeld

Die meisten Bewohner*innen waren zum Zeitpunkt, als sie zu uns kamen und um Rat fragten, noch nicht registriert, obwohl sie schon einen Monat auf dem Gelände lebten. Einige kamen vorher bereits aus einem anderen Lager und sind nun seit 80 Tagen nicht registriert.

 Wer nicht registriert ist, erhält überhaupt kein Bargeld, auch kein Taschengeld. Bargeld gibt es nur einmal im Monat.

 Mangel an Hygieneartikeln

Es gibt nicht genügend Hygieneartikel, auch zu wenig Windeln für Säuglinge.

 Verweigerung des Zutritts von Besucher*innen

Besucher*innenn wird rigoros der Zutritt zum Lager verwehrt, auch wenn sie ihren Ausweis zeigen und sie von Bewohner*innen begleitet werden!

 Respektloser Umgang mit den Geflüchteten

Die Asylsuchenden haben oft keine Ansprechpartner außer den Security-Mitarbeitern. Bei Beschwerden kriegen sie manchmal zur Antwort. „Dann sucht euch ein Hotel“ (!) Am 23.11.2015 beschuldigte ein Wachmann während eines Protests gegen die Zustände auf dem Gelände Flüchtlinge, ihn gekickt zu haben, wobei die Polizei ihm keinen Glauben schenkte.

 Kleiderausgabe

Kleidung wird willkürlich, ungerecht und oft nicht nach dem jeweiligen Bedarf verteilt.

 Unser Besuch im Lager (ehemalige Sullivan-Kaserne) am 24.11.2015

Wir konnten heute mit zwei Stadträten der Partei Die Grünen, zwei Angestellten des Sozialamts und dem für alle Lager in Mannheim zuständigen Vertreter des Regierungspräsidiums Karlsruhe das Lager betreten.

Wir haben auch die angeführten Mängel zur Sprache gebracht. Die Kritik der Geflüchteten an ihrer Unterbringung konnte dabei nicht entkräftet werden.

 So haben wir zum Beispiel uns selbst davon überzeugen können, dass in einem Raum von ungefähr 25 qm 12 Stockbetten- also je zwei Betten übereinander – standen! Das ergibt zwei Quadratmeter pro Bewohner.

 Die Registrierungen der Geflüchteten sollen inzwischen innerhalb von 10 Tagen durchgeführt werden. Ob dies zutrifft, wissen wir nicht. Uns fiel auf, dass die Menschen im Freien in einer langen Schlange warten mussten, was bei den heute herrschenden Temperatur unter Null Grad eine Zumutung für die Wartenden war!

 Die sanitäre Versorgung mit einigen Dixie-Klos und wenigen Behelfs-Duschen war unzureichend.

Die Erschwerung von Besuchen – diese müssen im Regelfall Tage vorher schriftlich angemeldet werden – beschränkt in unnötiger Weise den Alltag der dort Untergebrachten.

 Für uns ergibt sich als Fazit:

 Die Unterbringung in Lagern ist generell unzumutbar. Dies könnte schnell geändert werden, wenn die zuständigen Behörden nur wollten. Leerer Wohnraum ist ausreichend vorhanden. Die enge Unterbringung ist absolut inakzeptabel. Die Versorgung im Krankheitsfall ist mangelhaft und diskriminierend.

Wir fordern den Zugang der Geflüchteten zu Fachärzten und Kliniken von Anfang an, sobald sie in Deutschland angekommen sind.

Wir haben erfahren, dass das Mannheimer Klinikum das Lager auf Sullivan für die Unterbringung von Familien mit Kindern für ungeeignet hält und dies bereits dem RP mitgeteilt hat.

 Die betroffenen Geflüchteten sollten in die Organisation ihres Alltags einbezogen werden. Sie sind Menschen und keine Sachen. Übertriebene Kontrolle und Erschwerung von Kontakten nach draußen mit der Mehrheitsbevölkerung entmündigt die Geflüchteten, verstärkt ihre Isolation und stigmatisiert sie.

 Diese Art von Unterbringung ermuntert Rassisten und Faschisten aller Couleur zu Übergriffen, wenn nicht dort, dann anderswo. Die Sicherheit der Betroffenen Geflüchteten wird durch die Unterbringung in einem Lager keineswegs gefördert, eher wird das Gegenteil bewirkt.

 Bündnis gegen Abschiebungen Mannheim

 Email-Adresse: bleiberechtsbuendnis@web.de

 Mannheim, den 24-11-2015

Schluss mit den rassistischen Polizeikontrollen!

Schluss mit den rassistischen Polizeikontrollen!

Die Vollversammlung des JUZ Friedrich Dürr Mannheim fordert die Polizei dazu auf, ihre rassistischen Polizeikontrollen, die sie unter anderem vor unserem Haus durchführt, umgehend zu beenden.

Gäste und Mitarbeiter berichteten auf der Vollversammlung wiederholt von Polizeikontrollen direkt vor und rund um das JUZ, von denen ausschließlich Menschen mit dunkler Hautfarbe betroffen waren. Zuletzt kam es am 14.09.2015 zu einer solchen Kontrolle. Zwei Polizisten kontrollierten einen jungen Mann, der sich im Eingangsbereich des JUZ aufhielt. Darauf angesprochen entgegneten die Polizisten, dass es Probleme mit Flüchtlingen gebe, die mit Drogen dealen würden.

Ins JUZ kommen zahlreiche Flüchtlinge, nutzen den Café-Betrieb und andere Angebote, vor allem auch die Möglichkeit, kostenlos Internet über unser WLAN nutzen zu können. Auch wenn das JUZ geschlossen hat, sitzen viele Flüchtlinge vor dem JUZ, um das WLAN zu nutzen.

Damit haben wir selbstverständlich kein Problem. Bei uns sind Flüchtlinge willkommen und wir helfen gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten, auch wenn es nur das zur Verfügung stellen eines Internetzugangs ist. Womit wir aber ein Problem haben, sind die Polizeikontrollen, die Menschen mit dunkler Hautfarbe betreffen. Die Leute müssen sich ausweisen, werden durchsucht, mit Verdächtigungen konfrontiert und dabei verunsichert und herab gewürdigt – während neben ihnen Menschen mit heller Hautfarbe vorbei laufen, für die sich die Polizei nicht interessiert. Nach den Polizeikontrollen haben sich Betroffene dafür sogar bei uns entschuldigt. Es war ihnen peinlich und unangenehm.

Es besteht die Gefahr, dass gezielte Polizeikontrollen vor unserem Haus dazu führen, dass sich Flüchtlinge bei uns nicht mehr wohl fühlen und unsere Angebote nicht mehr wahrnehmen. „Racial Profiling“, also das gezielte Verdächtigen von Personen aufgrund äußerlicher Merkmale, wie der Hautfarbe steht im Widerspruch zu einer dringend notwendigen Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen. Nicht nur bei uns am JUZ, im ganzen Stadtteil Neckarstadt finden Kontrollen von Polizei und Kommunalem Ordnungsdienst statt, die sich gezielt gegen Menschen richten, die nicht in das Bild des braven deutschen Bürgers passen.

Wir fordern ein Ende der rassistischen Kontrollen, in der Neckarstadt und überall. Freiheit statt Angst! Weg mit dem Polizei- und Überwachungsstaat!

Die Vollversammlung des JUZ Friedrich Dürr

PM: Jugendherberge Düsseldorf duldet Neonazi. Engagierte von Anti-Diskriminierungs-Netzwerk verlassen diese um Zeichen zu setzen.

Pressemitteilung des Netzwerks für Demokratie und Courage e.V.

08. September 2015

 Jugendherberge Düsseldorf duldet Neonazi. Engagierte von Anti-Diskriminierungs-Netzwerk verlassen diese um Zeichen zu setzen.

 Dresden/Düsseldorf. Am Samstag, 5. September haben 37 Ehrenamtliche des Netzwerks für Demokratie und Courage e.V. (NDC) die Jugendherberge in Düsseldorf verlassen, nachdem sich die Herbergsleitung weigerte, einen bekennenden Neonazi des Hauses zu verweisen. Vorausgegangen waren mehrere Gespräche mit Verantwortlichen der Jugendherberge, in denen sich die Ehrenamtlichen über den Neonazi und seine Begleiter beschwerten, die angetrunkenen waren und bedrohlich wirkten.

 „Es ist unerträglich, dass fast täglich Flüchtlingsunterkünfte brennen und Menschen noch immer denken, dass von Neonazis keine Gefahr ausgeht“, meinte Andreas Stäbe (Bundesgeschäftsführer des NDC) nach dem Vorfall.

DemokratInnen ziehen aus

Die Ehrenamtlichen des bundesweit politische Bildungsangebote umsetzenden Netzwerks trafen sich in Düsseldorf, um zu besprechen, wie sie aktuelle politische Ereignisse in ihre antirassistische Bildungsarbeit integrieren können. Am Samstagvormittag bemerkten einzelne TeilnehmerInnen einschlägige Tattoos und Kleidung der Neonaziszene innerhalb einer Gruppe angetrunkener Hausgäste. Unter den anderen Gästen und Mitarbeitenden der Jugendherberge befanden sich mehrere Personen, die nicht in das Weltbild von Neonazis passen und somit potenziell gefährdet sind. Im Gespräch mit den NDC-Ehrenamtlichen äußerten einige von ihnen eigene Ängste und Unsicherheiten. Unter dem Verweis, dass das offene zur Schau stellen neonazistischer Symbole Menschen gezielt einschüchtert, forderten die Aktiven des Netzwerks für Demokratie und Courage e.V. die Verantwortlichen der Jugendherberge auf, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.

„Menschen zu ermutigen, Neonazis nicht den öffentlichen Raum zu überlassen, ist Ziel unserer Bildungsarbeit. Deswegen war für uns klar, dass wir nicht wegschauen dürfen, wenn Menschen sich bedroht fühlen“, sagte Annika, Trainerin des NDC.

Kein Platz für Courage

„Zu unserem Bedauern, nahm der Leiter der Jugendherberge nicht den Neonazi und seine Begleiter, sondern unser Eingreifen als Problem wahr. Auch nach mehreren intensiven Gesprächen lenkte er nicht ein, weswegen wir keine andere Wahl hatten, als die Jugendherberge zu verlassen“, ergänzte Tom Ehrig, Trainer und Leiter der NDC-Tagung.

Der Geschäftsführer des NDC, Andreas Stäbe, sieht Handlungsbedarf bei den BetreiberInnen der Jugendherbergen:

„Ich wünsche mir von Jugendherbergen ein klares Konzept zum Umgang mit Neonazis und den Schutz Betroffener, so wie es beispielsweise in vielen Fußballstadien mit dem Verbot neonazistischer Symbolik bereits umgesetzt wird. Außerdem begrüße ich ausdrücklich die Entscheidung der Ehrenamtlichen, so deutlich Zivilcourage gezeigt zu haben“.

Haben Sie (Rück-)Fragen zu dieser Pressemitteilung oder wünschen Sie ein Gespräch? Wir stehen gern für Ihre Anfragen zur Verfügung. 

Kontakt- und Ansprechperson:

Tom Ehrig
Tel. 0351/4810068
E-Mail: tom[at]netzwerk-courage.de

NDC-Geschäftsstelle

Tel. 0351/4810060
E-Mail: info[at]netzwerk-courage.de

Hinweis zur Pressemitteilung
Dies ist eine Pressemitteilung des bundesweiten Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC). Dazu gehören NDC Baden-Württemberg, NDC Berlin-Brandenburg, NDC Hessen, NDC M-V, NDC NRW, NDC Rheinland-Pfalz, NDC Saarland, NDC Sachsen, NDC Sachsen-Anhalt, NDC Thüringen sowie NDC e.V.

Halbjahresbilanz des Netzwerk für Demokratie und Courage – Pressemitteilung

Das JUZ teilt als Kooperationspartner des Netzwerk für Demokratie und Courage Baden-Württemberg gerne die Halbjahresbilanz des bundesweiten Netzwerks – lest selbst:

Pressemitteilung – 9. Juli 2015

Den Sozialraum Schule als Ort der Begegnung, der Diskussion und der Solidarität ausbauen.
Dresden/Berlin.

Zum 30. Juni veröffentlicht das Netzwerk für Demokratie und Courage seine Halbjahresbilanz aus 650 Projekttagen an  Schulen ab Klassenstufe 5 und verweist auf aktuelle Diskurse in der Gesellschaft.
In einer kürzlich vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung veröffentlichten Studie „Deutschland postmigrantisch II“ (BIM) heißt es, dass junge Menschen unter 25 Jahren weniger anfällig sind für rassistische und diskriminierende Einstellungen1. Die Ablehnung von Muslimen ist in diesen Gruppen deutlich geringer als bei älteren Befragten. Ähnliche Beobachtungen ließen sich zuletzt auch bei Demonstrationen zum Thema Asyl und Migration machen. Auf der einen Seite standen junge Demonstrierende, die für das Recht auf Asyl kämpfen und auf der anderen Seite ältere  Demonstrierende, die dagegen sind.
Die AutorInnen der Studie diagnostizieren dem Sozialraum Schule eine hohe Bedeutung für die Akzeptanz von Heterogenität und Diversität. Andreas Stäbe vom Netzwerk für Demokratie und Courage bestätigt diese Annahme und führt die geringere Abwertungs- und Ausgrenzungsbereitschaft der Jugendlichen auch auf politische Bildungsangebote zurück: „Wir haben inzwischen in Deutschland eine gute Landschaft aufklärerischer und bildender Maßnahmen und Projekte an Schulen sowie in Jugendeinrichtungen.“ Mit Hilfe der Angebote, beispielsweise der Demokratie-Projekttage des NDC, können sich die Jugendlichen informieren, miteinander diskutieren und eigene politische Sichtweisen entwickeln. Dies gelinge insbesondere dann, wenn die Veranstaltungen auch von jungen Menschen moderiert werden, so Stäbe weiter. Das NDC bildet dazu TeamerInnen aus, die bis zum 30.6.2015 deutschlandweit bereits 650 Projekttage durchgeführt und mehr als 12.500 Jugendliche erreicht haben. „Wir beobachten regelmäßig in den Projekttagen, dass die Jugendlichen kontrovers und lebendig diskutieren. Die Projekttage bieten einen geschützten Raum, in dem es möglich ist, über eigene Bedürfnisse, Ängste und Wünsche zu sprechen“, sagt Andreas Stäbe. Erfreulich sei die hohe Bereitschaft, sich gegen Diskriminierung auszusprechen und zu engagieren. Die Jugendlichen zur Zivilcourage und zur Solidarität mit Betroffenen von Diskriminierung zu motivieren, sei auch Ziel des NDC, sagt Alex Schuster, ehrenamtliche Teamerin des NDC. Andreas Stäbe abschließend: „Ergebnisse wie die des BIM zeigen, wie wichtig es ist, den Sozialraum Schule als Ort der Begegnung, der Diskussion und der Solidarität auszubauen. Das NDC versteht sich als Partner der Schulen in diesem Prozess.“

Nachfolgend finden Sie einige Zahlen und Fakten der NDC-internen Evaluation aus dem 1. Halbjahr 2015.

Beteiligung der Jugendlichen
2/3 aller Jugendlichen bringen sich aktiv in den Projekttag ein und zeigen großes Interesse an den Inhalten.

Feedback der Jugendlichen
Fast 90% der Jugendlichen gefallen die Projekttage und geben ein positives Feedback.

Einstellungen der Jugendlichen
Vorurteile und diskriminierendes Denken gehören zur Lebenswelt der Jugendlichen. Knapp 1/3 zeigt ein hohes Bewusstsein dafür. 16% der Jugendlichen wollen sich hingegen kaum oder gar nicht damit auseinandersetzen. Für Argumentationen gegen Vorurteile sind 62% der Jugendlichen offen, während dies bei 38% nur zum Teil oder gar nicht der Fall ist.

Engagement der Jugendlichen
In mehr als jedem zweiten Projekttag zeigen die Jugendlichen mehrheitlich hohe Bereitschaft, sich gegen Rassismus und Diskriminierung auszusprechen und sich für eine menschenwürdige Gesellschaft zu engagieren.

Zugehörigkeiten zu Organisationen mit menschenverachtendem Hintergrund
13% der Jugendlichen zeigen Anzeichen für eine Mitgliedschaft oder eine Sympathie für eine Gruppierung mit menschenverachtendem Hintergrund. Indizien dafür sind z.B. Diskussionsbeiträge, Kleidung und Symbole sowie die Teilnahme an entsprechenden Veranstaltungen.

___________________________________________________________________
Kontakt und Informationen zum NDC
Das Netzwerk für Demokratie und Courage ist ein bundesweites Netzwerk verschiedener Organisationen und Personen und gegenwärtig in elf Bundesländern aktiv. Ihre Anfrage(n) richten Sie bitte entweder an die NDC-Bundesgeschäftsstelle in Dresden oder an die für Ihre Region zuständige Landesnetzstelle.
NDC-Bundesgeschäftsstelle
Ansprechperson: Benjamin Winkler
Tel. 0351/4810062
E-Mail: info@netzwerk-courage.de
Internet: www.netzwerk-courage.de
Hier finden Sie eine Übersicht aller NDC-Landesnetzstellen.

Wir brauchen eure Hilfe! Für einen Wärmedämmung des JUZ klicken:

Ihr wart schon mal im Winter im JUZ? Eine Wärmedämmung wär nicht schlecht? Ja! Die Stadt Mannheim hat jetzt ganz neu den Beteiligungshaushalt eingeführt. Dort können Prokjekte eingebracht werden und wenn sie genug (100) “likes” bekommen, dann werden sie im Gemeinderat besprochen. Also, dem Link folgen und für eine Wärmedämmung klicken!

https://beteiligungshaushalt.mannheim.de/ecm-politik/mannheim/de/mapconsultation/47089/single/proposal/244/back/grid

Es gibt auch noch weitere coole Projekte, die findet ihr natürlich auch auf der Homepage.

Hallo AFD! So verplempern wir EURE Steuergelder!

Stimmung heute: Einfach mal feiern und sich freuen darüber, was wir JUZ-Aktiven alles auf die Beine stellen. Im Frühlingsmonat April waren das 17! Veranstaltungen, die wir ehrenamtlich gestemmt haben, ohne auch nur einen Cent daran zu verdienen. Darunter Konzerte & Parties im Bereich Hip-Hop, Punk, Garage, New Wave, Indie, Liedermacher, Elektronisches, eine Ersti-Party der Hochschule für Gestaltung, das Offene Antifa Treffen, politische Vorträge, die offene Fahrradwerkstatt, das Freiraum-Café und einiges mehr.
All das passiert hier ohne Führer, Chefs und möglichst ohne versteckte Hierarchien, bei uns herrscht das Konsensprinzip. Schon klar, dass der rechtspopulistischen Mannheimer AfD das JUZ als politischer und kultureller Freiraum nicht in den Kram passt. Einer Partei, die von eigenen ehemaligen Mitgliedern als „kultartig“, „antidemokratisch“, „diktatorisch“ bezeichnet wird, muss ein Ort wie das JUZ vorkommen wie ein Hort von seltsamen Freigeistern. Und die stellen ganz autonom schlimme Dinge an, wie den eigenen Kopf benutzen und emanzipatorische Politik von unten betreiben, ohne dabei den Spaß zu vergessen und mit die ausgelassensten Parties vom Zaun brechen, die Mannheim zu bieten hat.
Damit kommt die AfD natürlich nicht klar und versucht im Gemeinderat Stimmung gegen das JUZ zu machen. Schaut man sich die Ideologie dahinter an, ist klar warum: Die Hochschulgruppe der AfD Mannheim veranstaltete bereits einen Vortrag mit dem Hochschulprofessor Roland Vaubel, der – traurig aber wahr – an der Uni Mannheim lehrt und zum wissenschaftlichen Beirat der AfD gehört. Dieser will die „Leistungseliten vor der Tyrannei der Mehrheit schützen“ und fordert, den unteren Schichten das passive Wahlrecht entziehen. Leistungseliten sind für die AfD und Vaubel natürlich die Reichen – als ob Geld und Leistung bessere Menschen hervorbringt – und die große Mehrheit der Bevölkerung soll sich diesen antidemokratischen Plänen nach zu keiner Wahl aufstellen lassen dürfen, sondern als Stimmvieh lediglich die sogenannte „Leistungselite“ bestätigen. Das ist schlicht antidemokratisch und menschenverachtend. Sollte die nach Recht & Ordnung schreiende AfD versuchen diese Pläne umzusetzen, wäre das ein klarer Verstoß gegen das von ihnen gepriesene Grundgesetz und alle Bürger_innen hätten das verfassungsmäßige Recht zum Widerstand.
Und auch Leistungstier Vaubel könnte man allein schon mit eben diesem Grundgesetz auf die Finger klopfen. Da steht nämlich geschrieben: „Wer die Lehrfreiheit zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung missbraucht, verwirkt diese Grundrechte.“ Wir jedenfalls verfolgen einen antifaschistischen, antirassistischen und antisexistischen Anspruch und kämpfen weiter für eine solidarische Gesellschaft ohne Leistungszwang.