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Die Offene Fahrradwerkstatt sucht Verstärkung

Die Offene Fahrradwerkstatt sucht Verstärkung

Wie ihr wisst, findet einmal im Monat bei uns im Juz “Friedrich Dürr” die offene Fahrradwerkstatt statt. Seit fast genau drei Jahren öffnen wir immer am zweiten Sonntag im Monat für mehrere Stunden die Juz-Werkstatt und unterstützen euch mit Werkzeug und Tipps beim Reparieren und Verbessern eurer Drahtesel. Damit wir diesen Termin auch in Zukunft weiter anbieten können, suchen wir aktuell Mitstreiter*innen für eine Welt mit weniger Auto- und mehr Radverkehr. Vorkenntnisse sind nicht nötig, bei uns gilt Learning-by-doing und wir bringen uns gegenseitig alles bei, was wir brauchen. Wir freuen uns über jede*n, der oder die Lust hat, anderen zu helfen und einen Sonntagnachmittag im Monat für mehr Radmobilität zu geben. Ihr erreicht uns über fahrradworkshop(ätt)juz(minus)mannheim(punk-t)de!

Café Welcome goes “Solimate”

Bild Solimate JUZ

 

Solidrinks unterstützen jedes Jahr mit dem Verkauf jeder Flasche Solimate Projekte von und mit geflüchteten Menschen.

Diese Jahr haben wir die Möglichkeit bekommen, dass unser “Café Welcome” durch Solidrinks unterstützt wird.

Hier die erste Flasche Solimate mit unserem Solishout fürs Café Welcome!!!

 

 

 

 

 

 

 

“Zeit zum Protest” – Ein Protestbrief an das Regierungspräsidium KA mit der Forderung, die diskriminierenden Lebensverhältnisse im BFV zu beenden!

Zeit zum Protest

Protestbriefe an das Regierungspräsidium Karlsruhe

Ein Aufruf von Aktion Bleiberecht Freiburg an kommunale Politiker.innen, politische und humanitäre Gruppen, an Gewerkschaften und Flüchtlingsinitiativen in Mannheim und Baden-Württemberg. Unterstützt die Geflüchteten in der Benjamin Franklin Village. Tragt zu einer schnellstmöglichen Beendigung der diskriminierenden Lebensverhältnisse im BFV in Mannheim bei. Aktion Bleiberecht unterstützt aktuell eine Familie, die beim Verwaltungsgericht Karlsruhe eine Leistungsklage gegen die prekären Lebensbedingungen und die unangemessene /wahllose Überwachung eingereicht hat. Die Klage richtet sich gegen das Land Baden-Württemberg. Jede Person hat ein Recht auf Rechte. Dieses Recht wird jedoch nicht immer und nicht jedem gewährt. In den letzten Jahren wurden die Aufenthaltsrechte von Geflüchteten zunehmend eingeschränkt. Dies zeigt sich insbesondere in der BEA Mannheim. Den fatalen Auswirkungen auf das Leben der Betroffenen muss widersprochen werden. Menschen werden entmündigt und bevormundet. Nach der neuen Gesetzgebung trifft es Asylantragsteller.innen aus so genannten ’sicheren Herkunftsländern’, Asylfolgeantragsteller.innen, Menschen ohne Identitätspapiere und bald auch Personen, denen man eine ‘geringe Bleiberechtsperspektive’ unterstellt. Ein Leben in so prekären Umständen birgt zudem ein hohes Konfliktpotential unter den Bewohner.innen. Bewohner.innen vom BFV haben uns gegenüber eine umfassende Kritik an den Lebensbedingungen in der Unterkunft geäußert. Eine beauftragte Security kontrolliert die Personalien und durchsucht Taschen. Einzelne Personen werden gescannt, die An- bzw. Abwesenheit wird erfasst – auch von Besucher.innen. Wer sich als Bewohner.in bei der Security beim Verlassen des Geländes nicht abmeldet, muss mit Leistungskürzungen rechnen. Die Wohnungs- und Zimmertüren haben keine Schlösser und sind nicht abschließbar. Eine Intim- und Privatsphäre ist kaum möglich. Es sind keine abschließbaren Schränke vorhanden, um Wertsachen unterzubringen. Da Kühlschränke nicht erlaubt sind, können Lebensmittel nicht gekühlt werden. Fernseher sind nicht erlaubt. Sämtliche Elektrogeräte, vom Haartrockner bis zur Kochplatte, sind verboten. Infolge der Bestimmungen kommt es zu regelmäßigen Zimmerdurchsuchungen. Bei der Essensverteilung mittags und abends wird die Anwesenheit überprüft. Dadurch können umfassende Bewegungsprofile erstellt werden. Um die Gesamtsituation in der BEA Mannheim zu erfassen und zu verändern, braucht es jetzt einen fairen Austausch mit den Bewohner.innen des Sammellagers. Es bedarf Beteiligungsmöglichkeiten, ein Mitsprache-und Entscheidungsrecht bei Themen, von denen sie persönlich betroffen sind. Hierfür wäre die Einrichtung einer neutralen Beschwerdestelle vonnöten. Dort können Bewohner.innen Kritik äußern, ohne Nachteile befürchten zu müssen. Wir stützen unsere Forderungen auf die Gemeindeordnung von Baden-Württemberg. Demzufolge ist die Gemeinde dem Wohl ihrer Einwohner verpflichtet. Hierzu zählen auch die Einwohner der BEA, wenngleich der Betreiber der Massenunterkunft das Land Baden-Württemberg ist. So kann auch das Gemeindeparlament in Mannheim auf die beschriebenen Lebensverhältnisse zum Wohl und im Interesse der Einwohner in der BEA-Mannheim Einfluss nehmen. Mit dem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Karlsruhe möchte die Familie, wie auch Aktion Bleiberecht Freiburg rechtliche Klärung über die Zulässigkeit beschriebener Verhältnisse erreichen.

Wir freuen uns über jede Unterstützung.

Unterzeichnet den Aufruf.

Nehmt Kontakt mit uns auf.

Protestbriefe /-erklärungen an:

Regierungspräsidium Karlsruhe
Abteilung 9, Flüchtlingsangelegenheiten… Referate 91 -93
Felsstraße 2
76185 Karlsruhe

Bitte eine Kopie des Protestbriefes schicken an:

Aktion Bleiberecht Freiburg
Adlerstr. 12
79098 Freiburg
www.aktionbleiberecht.de
info@aktionbleiberecht.de

https://www.facebook.com/aktionbleiberecht/

Sprachkurs Deutsch / Language Courses 2018

Sprachkurs Deutsch für junge Flüchtlinge und Migrant*innen

(english version below)

Ab März bis einschließlich Dezember 2018 gibt es im Jugendzentrum “Friedrich Dürr” (JUZ) in der Neckarstadt wieder kostenlose Sprachkurse in Deutsch für junge Flüchtlinge und Migrant*innen. Die Kurse sind offen für Anfänger*innen und Fortgeschrittene.

Kurszeiten:
montags 14:00 – 15:30 Uhr (Kursstart Montag der 19.03.2018)
dienstags 14:00 – 15:30 Uhr
mittwochs 14:00 – 15:30 Uhr
donnerstags 14:00 – 15:30 Uhr

Die Kurse finden im Jugendzentrum “Friedrich Dürr” (JUZ) statt.
Adresse:
Käthe-Kollwitz-Str. 2-4
68169 Mannheim
(Neuer Messplatz)

Free German language courses for young refugees and immigrants!

From March till December 2018 there will be free German language courses for young refugees and immigrants in the Mannheim Neckarstadt youth centre (JUZ). Courses are suitable for beginners and advanced learners.

Times:
mondays 14:00 – 15:30 h (starts on monday 19th of march 2018)
tuesdays 14:00 – 15:30 h
wednesdays 14:00 – 15:30 h
thursdays 14:00 – 15:30 h

The courses take place at the Mannheim youth centre / Jugendzentrum „Friedrich Dürr“.
Adress:
JUZ Mannheim
Käthe-Kollwitz-Str. 2-4
68169 Mannheim
You can reach the Jugendzentrum with trams 1 and 3 (Station „Neuer Messplatz“).

Unterstützenswerte Veranstaltung: “Kongress gegen den neuen Rechtsruck”

Am Samstag den 11.01.2017 veranstaltet INPUT-Mannheim/Heidelberg im Jugendkulturzentrum Forum in Mannheim von 10 – 17 Uhr den “Kongress gegen den neuen Rechtsruck”:

 

Neurechte Projekte wie die AFD, Pegida oder „Besorgte Bürgerintiativen“ sind inzwischen zu einer ernstzunehmenden Bewegung herangewachsen. Die „neue“, in der Mitte der Gesellschaft verankerte Rechte ist aktiv und anschlussfähig – ihre rassistischen und reaktionären Positionen werden von vielen Menschen geteilt.

Altbewährte antifaschistische Konzepte bleiben gesellschaftlich wirkungslos oder scheinen den Neurechten sogar in die Hände zu spielen. Auch die klassischen „Bündnisse gegen Rechts“ stoßen zusehend an ihre Grenzen. Die Präsenz der Neurechten reduziert sich nicht mehr nur auf einzelne „Events“ wie es bei den klassischen Naziaufmärschen der Fall war.

Es gibt viele Gruppen, die sich durch die aktuelle Stärke neurechter Strömungen herausgefordert oder bedroht fühlen. Für sie wird die Frage, nach einem adäquaten Umgang mit ihnen immer dringlicher:

-Wie gehen Gewerkschaften damit um, dass viele ihrer Mitglieder für eine Partei stimmen, die unsolidarische Positionen vertritt?
-Was macht die Antifa gegen eine Partei, die innerhalb kürzester Zeit gesellschaftlich akzeptierter ist als es die NPD jemals war?
-Wie reagieren Feminist*innen auf die sexistischen und immer populärer werdende Rollenbilder der Neurechten?
-Wie organisieren sich von Rassismus Betroffene, wenn ihnen Rassismus in Parlament und Alltag entgegen schlägt?

Wir haben Menschen aus unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen eingeladen, um ihre Positionen und ihren Umgang mit dem Rechtstrend zu diskutieren. Anschließend wollen wir gemeinsam Handlungsmöglichkeiten ausarbeiten.

Wie gehen wir mit den jüngsten Entwicklungen um? Wir glauben, dass die verschiedenen Gruppen voneinander lernen und gemeinsam Positionen und Aktionen gegen Rechts entwickeln können.
Uns bewegt die Frage, wie ‚linke‘ Ideen wieder attraktiver werden können, warum sie es zur Zeit nicht sind, und was das vielleicht auch mit uns zu tun hat.

Kennenlernen und Austausch bilden den Rahmen des Tages. Besonderes Vorkenntnisse braucht ihr nicht.

http://inputma.blogsport.de/2017/01/10/start/

https://www.facebook.com/events/347793565594368/
Kongress gegen den neuen RechtsruckKongress_Programm

Pressemitteilung der Vollversammlung des JUZ Friedrich Dürr: Stellungnahme zur kleinen Anfrage der CDU

Pressemitteilung der Vollversammlung des JUZ Friedrich Dürr vom 23.01.2017

 

Stellungnahme zur kleinen Anfrage der CDU zum Thema “Politisch motivierte Kriminalität und extremistische Bestrebungen im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheim”


Der Weinheimer Landtagsabgeordnete Georg Wacker (CDU) stellte im Oktober vergangenen Jahres eine kleine Anfrage zum Thema “Politisch motivierte Kriminalität und extremistische Bestrebungen im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheim” an das Innenministerium des Landes Baden-Württemberg. In der Antwort des Ministeriums vom 15.11.2016 wird unter Zuhilfenahme von Informationen des Landesamtes für Verfassungsschutz mehrfach unser Jugendzentrum in Selbstverwaltung als Ort für “linksextremistische Ereignisse” genannt und somit – durch die Thematik der Anfrage – in die Nähe von Kriminalität und “extremistischen Bestrebungen” gerückt. Kritiklos übernahm daraufhin das Onlineportal des Mannheimer Morgen am 28.11.2016 die Antwort des Innenministeriums. In einem ausführlichen Artikel wird die Vollversammlung des Jugendzentrums neben NPD-Veranstaltungen unter “extremistischen Umtrieben in der Region” angeführt.

Das JUZ in der Antwort des Innenministeriums

Als “regelmäßige linksextremistische Ereignisse” werden das Offene Antifaschistische Treffen (OAT), das Freiraum-Café und die Vollversammlung unseres Jugendzentrums aufgeführt. Außerdem berichtet das Innenministerium respektive der Verfassungsschutz von einer gemeinsamen Filmvorführung der Antifaschistischen Aktion (Aufbau) und des OAT, der Jubiläumsfeier des AK Antifa, der Feier anlässlich des Tags der Befreiung am 8. Mai und von einem Vorbereitungstreffen “verschiedener linksextremistischer Gruppierungen” zur 1. Mai-Demonstration. Die genannten Veranstaltungen fanden im JUZ statt und dienen als Antwort auf die Frage nach Veranstaltungen von “extremistischen Gruppierungen”.

Jugendzentrum in Selbstverwaltung “Friedrich Dürr”

Das JUZ ist ein Ort, an dem Menschen jenseits kapitalistischer Verwertungslogik ihr Leben selbst gestalten können. Es bietet die Möglichkeit sich ohne Konsumzwang zu treffen, auszutauschen und zu organisieren. Durch das Engagement vieler junger Menschen finden im JUZ regelmäßig politische Veranstaltungen und unkommerzielle Partys und Konzerte statt. Als Mitglied des Stadtjugendrings ist das JUZ mit anderen Jugendorganisationen in Mannheim gut vernetzt. Durch kostenlose Sprachkurse hilft das JUZ bei der Integration junger Geflüchteter und bietet diesen ein offenes und hilfsbereites Umfeld. Im Gegensatz zu vielen anderen Orten in der Stadt hat das JUZ den Anspruch ein diskriminierungsfreier Raum zu sein – ohne Rassimus, Antisemitismus, Nationalismus, Sexismus und Homophobie!

Dieser Anspruch wird auch mit der Namensgebung des JUZ deutlich: Friedrich Dürr war als Widerstandskämpfer in Mannheim und im KZ Dachau gegen den Faschismus aktiv. Im Dachauer Aufstand wurde er kurz vor der Befreiung durch die Allierten von den Nazis erschossen. Der Name “Friedrich Dürr” soll daran erinnern, dass konsequenter und unbeugsamer Antifaschismus trotz erbarmungsloser Unterdrückung und Repression durch die Nationalsozialisten existierte und dass dieser nach wie vor notwendig ist.

Standpunkt des JUZ zur Antwort des Innenministeriums

Aktiven Antifaschismus und den Kampf für eine solidarische Gesellschaft sehen wir aus historischer Verantwortung und unserem politischem Selbstverständnis als notwendig und legitim an. Wir wehren uns jedoch dagegen, dass unser Jugendzentrum oder Veranstaltungen im JUZ durch das Innenministerium und den Verfassungsschutz mit “politisch motivierter Kriminalität” in Verbindung gebracht werden.

Die Extremismustheorie, aufgrund derer das JUZ als Ort für “linksextremistische” Ereignisse genannt wird, lehnen wir entschieden ab. Die Mitglieder der Gesellschaft werden bei dieser Theorie in einer Art Hufeisen angeordnet: In der Annahme einer demokratischen Mitte, welche sich gemäß der freiheitlich-demokratischen Grundordnung (FDGO) verhält, existieren demnach “Extreme”, die die bestehende Gesellschaftsordnung verändern wollen. Beide “Extreme” – rechts und links – werden unabhängig ihrer Motive und Ziele gleichgesetzt und als Gefahr für die FDGO angesehen. Völlig ausgeblendet wird hierbei, dass menschenverachtende Einstellungen auch in der “Mitte” der Gesellschaft weit verbreitet sind. Auch der Nationalsozialismus wurde in Deutschland von einer breiten Mehrheit, der “Mitte”, stillschweigend toleriert und unterstützt.

JUZ – extrem demokratisch!

Wir als Aktive im JUZ setzen uns für die Gleichberechtigung und -behandlung aller Menschen ein – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung. Deshalb empfinden wir es als blanken Hohn vom Innenministerium und dem Verfassungsschutz auf Grundlage der Extremismustheorie mit rechten Menschenfeinden gleichgesetzt zu werden. So werden beispielsweise unsere basisdemokratischen Entscheidungsstrukturen (Vollversammlung) und unser vielfältiges ehrenamtliches soziales Engagement mit autoritären Denk- und Verhaltensmustern sowie rassistischen Gewalttaten von Rechten auf eine Stufe gestellt. Die Institution “Verfassungsschutz” lehnen wir aufgrund seiner Verstrickung in rechte Aktivitäten (wie zum Beispiel der Unterstützung des NSU) und der massiven Überwachung linker Strukturen ab. Die Zielsetzung der Arbeit des Verfassungsschutzes wird auch in der Antwort auf die kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten aus Weinheim deutlich: Linke Aktivitäten nehmen sechs Seiten in Anspruch, während die Beobachtungen des Verfassungsschutzes zu rechten Aktivitäten auf eine Seite passen…



Link zur Homepage des JUZ “Friedrich Dürr”:

www.juz-mannheim.de/

Link zur Anfrage und der Antwort des Innenministeriums:

www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP16/Drucksachen/0000/16_0843_D.pdf

Link zum Mannheimer Morgen Artikel:

http://www.morgenweb.de/mannheim/mannheim-stadt/rechte-und-linke-straftater-machen-polizei-zu-schaffen-1.3059578

 

Sprachkurs Deutsch für junge Geflüchtete und Migrant*innen

Sprachkurse noch bis zum 21.12.2016

Neue Sprachkurse werden wieder ab März angeboten, die genauen Termine werden im Februar bekannt gegeben.

 

Language Courses till 21.12.16

New language courses will be offered again in march 2016. The exact dates will be announced in february.

 

“Gegen jede Form von Rassismus und Ausgrenzung!” zentrale Demo am 01.10.16 in HD

Solidarity 4 ALL
Gegen jede Form von Rassismus und Ausgrenzung!
Schließen wir uns zusammen!
Kommt zur zentralen Demonstration am 1. Oktober 2016 nach Heidelberg
Treffpunkt 14 Uhr Hauptbahnhof
Zahlreiche Gruppen und Einzelpersonen aus verschiedenen Städten in Baden-Württemberg rufen als
offenes AntiRa-Netzwerk zu einer landesweiten Demonstration am 1. Oktober nach Heidelberg auf.
• Im Sommer letzten Jahres, dem „Sommer der Migration“, wurden Zäune niedergerissen, Grenzen
überwunden und die Mauern der Festung Europa vorübergehend durchlöchert. Zehntausende Menschen
auf der Flucht vor Krieg, Armut, politischer Verfolgung, sexueller Gewalt, Verfolgung und Diskriminierung
in Folge des Geschlechts, Sexismus und ökologischen Katastrophen kamen u.a. in der BRD an. Sie hatten
sich auf einen lebensgefährlichen Weg begeben, haben sich den Militärs an den Grenzen widersetzt und
sich auch vom Stacheldraht nicht abhalten lassen. Dies machte uns auf sehr dramatische Weise erneut
deutlich, dass wir Position beziehen müssen zu den von hier ausgehenden Fluchtursachen, wie z.B.
Rüstungsexporte und Freihandelsabkommen.
Viele Geflüchtete sagen zurecht: „Wir sind hier weil ihr unsere Länder zerstört.“
• Der „Sommer der Migration“ wurde zu einer humanitären Herausforderung für uns alle und forderte
unser konkretes Handeln. Viele von Euch haben sich in den letzten Monaten für die Rechte von
Geflüchteten eingesetzt und diese unterstützt.
• Trotz dieser Solidarität konnten Verschärfungen in den Asylgesetzen, durch das Integrationsgesetz, mit
der Ausweitung der “sicheren Herkunftsstaaten” und durch den EU-Türkei-Deal zu Lasten der
Geflüchteten, fast ohne Widerstand im Eiltempo durchgesetzt werden. Oppositionelle Meinungen wurden
ausgeblendet. Damit wurden auch viele der Verbesserungen rückgängig gemacht, die wir in den letzten
Jahren erkämpft haben. Die EU plant bis Jahresende weitere Maßnahmen zur Migrationsabwehr. Diese
Abschreckungspolitik vergrößert noch das Leid der Schutzsuchenden und zwingt sie auf immer
gefährlichere Routen. Wir fordern stattdessen legale Migrationsmöglichkeiten, um das Sterben der
Geflüchteten an den Außengrenzen Europas zu stoppen.
• Wir halten einen gemeinsamen Diskussions- und Aktionszusammenhang aktuell für unverzichtbar. Nur
das erlaubt uns, stärker in das politische Geschehen einzugreifen. Noch stehen wir am Anfang! Schließt
euch dem Protest an. Anlass unserer Aktionen sind die Asylgesetze und der damit beschlossene Abbau von
Aufenthalts-, Sozial- und Verfahrensrechten für Geflüchtete. Auch die Politik der „sicheren
Herkunftsländer“ und das Integrationsgesetz schränken die Rechte der Geflüchteten ein. Die
Auswirkungen der Gesetzgebung auf das Leben der Geflüchteten werden täglich sichtbar. Abschiebungen,
Sonderlager, Schnellverfahren, Leistungskürzungen, Arbeitsverbote, Festnahmen, Ausgrenzungen. Die
Einschränkungen von Rechten erlauben dem Staat ein hohes Maß an legalem Zwang, Bevormundung,
Kontrolle, Eingriffen in die persönliche Freiheit und legaler Gewalt gegen Geflüchtete. Das
Integrationsgesetz setzt auf eine umfassende Prekarisierung der Lebenswirklichkeit für Geflüchtete. Aus
selbstbestimmten Menschen wird eine zu verwaltende und disziplinierende Masse. Ähnliches ist uns auch
von der Agenda 2010 und den Hartz-Gesetzen bekannt.
Die Erfahrung zeigt: Gesetze, die gegen Geflüchtete beschlossen werden, wirken nie isoliert, sondern
richten sich in der Folge häufig auch gegen andere Bevölkerungsgruppen.
Warum demonstrieren wir in Heidelberg?
• Einer der Kernpunkte der Asylrechtsverschärfungen sind Sonderlager, sogenannte Aufnahme- und
Registrierzentren. Die Grüne-CDU-Landesregierung sieht, wie zuvor auch Grüne/SPD, im „Modellprojekt
Heidelberg“ die Zukunft in der Asylpolitik. Die massiven Einschränkungen für Geflüchtete durch dasAsylpaket I und II und die damit verbundenen Lebensbedingungen in der Isolation, wurden in Heidelberg
mitentwickelt. Das Sonderlager Heidelberg reiht sich damit ein, in Zentren, wie sie in Bamberg oder auch
an den Außengrenzen der EU existieren, ein. Deshalb ist Heidelberg der geeignete Ort, um unseren
Protest auf die Straße zu tragen.
• Im Heidelberger „Registrierzentrum“ wurde mit dem Ankunftsausweis die Digitalisierung des
Asylverfahrens erprobt, mit dem auch nicht asylrelevante Daten erfasst werden. Geflüchtete werden zu
„gläsernen Menschen“. Die Digitalisierung des Asylverfahrens dient in erster Linie der Kontrolle,
Überwachung, dem umfangreichen Datenaustausch, der Verwertbarkeit der Geflüchteten für den
Arbeitsmarkt und vor allem der Durchsetzung der Asylgesetze. Seit Mitte 2016 wird die Digitalisierung des
Asylverfahrens bundesweit umgesetzt. Da ist dann der Schritt zum “gläsernen Menschen” für alle in der
BRD oder der EU nicht weit.
• Weiterhin wurde in Heidelberg ein Asyl-Modellverfahren erprobt, wonach Asylverfahren innerhalb von
24-48 Stunden vom Bundesamt entschieden werden. Innerhalb dieser Zeit werden auch Anträge von
Geflüchteten aus sicheren Herkunftsländern abgelehnt. Unmittelbar danach droht die Abschiebung.
Betroffen sind u.a. tausende Roma. Anwält*Innen, Menschenrechtsorganisationen, PRO ASYL und
Flüchtlingsgruppen haben die Asylgesetzgebung entschieden kritisiert. Ein rechtsstaatliches Verwaltungs-
und Gerichtsverfahren ist damit kaum mehr gegeben.
Heidelberg ist unser gemeinsamer Auftakt!
• Wir wollen zusammen mit euch in den kommenden Monaten weitere Diskussionen, Projekte und
Aktionen durchführen. Zu folgenden Themen möchten wir eine gemeinsame politische Position
entwickeln: Militarisierung der Außen- und Innenpolitik, EU-Abschottung und das Ertrinken von über
60.000 Menschen im Mittelmeer, Funktion von Massenlagern, wirtschaftlichen Verwertungsinteressen des
Kapitals, Erstarken von Nationalismus und Rassismus, bezahlbarer Wohnraum für alle, Recht auf Stadt,
d.h. Recht auf gleichberechtigte Teilhabe für alle die in einer Stadt leben und keine Ausgrenzung/Isolation,
zur sozialen Frage und ausgrenzenden Hartz-Gesetzen. Das kann uns nur in einem offenen
demokratischen Prozess von unten gelingen. Wir hoffen, ihr beteiligt euch daran!
Schließt euch den Aktionen und dem AntiRa-Netzwerk an! Kommt zur Veranstaltung und
Demonstration! Wir fordern ein Ende des Systems der Entrechtung, Erfassung und Internierung von
Geflüchteten. Gleiche Rechte und das Recht auf ein gutes Leben für alle Menschen!
Dieser Aufruf wird in Verbindung mit einer vierseitigen A2-Zeitung herausgeben, in der einzelne Themen
genauer analysiert und Forderungen entwickelt werden.
Unterzeichner*innen (Stand 07.08.2016): Aktionskreis Internationalismus Karlsruhe, Aktion
Bleiberecht Freiburg , Akut+C Heidelberg, Antifaschistische Initiative Heidelberg (AIHD/iL), Asyl
AG Heidelberg, Bündnis gegen Abschiebungen Mannheim, Coordination international de sans
papiers, DGB-Hochschulgruppe Heidelberg, Linke-SDS Hochschulgruppe Heidelberg, Linkspartei
Heidelberg, Flüchtlingsrat Baden-Württemberg, Flüchtlingsrat Hamburg, Freiburger Forum aktiv
gegen Ausgrenzung, Hans Dölzer Vorsitzender des Fachbereichs Medien in ver.di Rhein-Neckar,
Interventionistischen Linke Karlsruhe, Linksjugend ['solid] Heidelberg, Linksjugend ['solid]
Mannheim, Partei Mensch Umwelt Tierschutz Baden-Württemberg, Schlüsselmenschen e.V.
Freiburg und Space Initiative Heidelberg

Café Welcome – Freiraumcafé für Geflüchtete und Interessierte

Ab jetzt ist das Café Welcome jeden Mittwoch von 15.30 bis 18 Uhr geöffnet!

From now on opens the Café Welcome every Wednesday from 15.30 – 18 h!

Das Café Welcome ist ein Freiraum-Café im Juz Friedrich Dürr Mannheim für Geflüchtete und Interessierte. Wir laden herzlich dazu ein als Gast vorbeizukommen oder auch das Café aktiv mitzugestalten. Jeder kann sich einbringen. Wir bieten Spiele, Billard, Kicker und Getränke.

Selbstverständlich gelten im Café Welcome die selben Regeln wie ansonsten im Jugendzentrum Mannheim:
Kein Rassismus.
Kein Sexismus.
Keine Homophobie.
Kein Antisemitismus.
Keine Gewalt.

The Café Welcome is a Free Space – Café in the JUZ Friedrich Dürr Mannheim for Refugees and interested People. We invite you to come by as a Guest or to help to construct the Café actively. Everyone can help here. We offer Games, Billiards, a Football Table und Drinks.

Of Course in the Café Welcome are the same rules as normally in the Youth Club Mannheim:
No Racism.
No Sexism.
No Homophobia.
No Antisemitism.
No Violence.

 

Kontakt:

cafewelcome@juz-mannheim.de

Facebookseite: https://www.facebook.com/welcomecafejuz/?fref=ts

Unterstützt durch den “Zukunftsplan Jugend” des Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg.

Offene Fahrradwerkstatt!

Die offene Fahrrad-Werkstatt des Juz findet wieder regelmäßig statt! Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ steht die Fahrrad-Werkstatt wieder regelmäßig für alle offen, die Hilfe oder Werkzeug zum Reparieren ihres Rads brauchen. Die Werkstatt ist immer am zweiten Sonntag des Monats zwischen 15 und 17 Uhr offen.

Weitere Infos: http://juz-mannheim.de/?page_id=273