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Pro Deutschland die Tour vermasseln! Beteiligt euch an den Aktivitäten gegen die Kundgebung am 5.9.13 vor dem JUZ Mannheim!

Am 5. September will die rechte Kleinpartei „Pro Deutschland“ von 11.30 bis 13.30 eine Kundgebung vor dem JUZ „Friedrich Dürr“ in Mannheim abhalten. Diese Kundgebung ist Teil einer deutschlandweiten Tour zum Bundestagswahlkampf, bei welcher „Pro Deutschland“ die in ihren Augen „dunklen Orte“ des Landes besuchen will.

Neben linken Zentren hält „Pro Deutschland“ vor allem vor Moscheen und Asylbewerberunterkünften Kundegebungen ab. Damit will die bei den kommenden Bundestagswahlen chancenlose Partei Aufmerksamkeit für sich und ihren Wahlkampf generieren. Auf ihren Kundgebungen hetzt „Pro Deutschland“ gegen alles, was nicht in ihr rechtes Weltbild passt, vor allem Migrant_innen und Linke macht die Partei als Feindbilder aus.

Besonders abscheulich ist die Hetze, die Pro Deutschland gegen Asylbewerber_innen betreibt. So wurde etwa in Berlin-Hellersdorf, wo Anwohner_innen und Nazis momentan gemeinsam gegen eine neue Unterkunft für Asylbewerber_innen mobilisieren, eine Kundgebung gegen die Unterkunft abgehalten, um die rassistische Stimmung im Stadtteil weiter anzuheizen. Aber auch linke Zentren wie das JUZ „Friedrich Dürr“, als Orte der Selbstorganisation und Heimat antifaschistischer Gruppen geraten ins Visier von „Pro Deutschland“.

Wir wollen die rechte Hetze von „Pro Deutschland“ nicht unwidersprochen lassen und fordern euch auf, am 5.9. um 10.30 Uhr ans JUZ „Friedrich Dürr“ zu kommen und unseren Freiraum vor den Rassisten von Pro Deutschland zu verteidigen. Beachtet aber auch, dass sich Zeit und Ort der Kundgebung auch noch kurzfristig ändern können – Achtet also auf weitere Ankündigungen.

Solidarität mit den Flüchtlingen in Hellersdorf und anderswo!

Pro Deutschland die Tour vermasseln!

Rassismus bekämpfen!

“Träumen Tanzen Kämpfen” – Nachttanzdemo in Mainz

“Träumen Tanzen Kämpfen” – Nachttanzdemo in Mainz für selbstverwaltete Freiräume, unkommerziellen Wohnraum und gegen Gentrifizierung

 

In den vergangenen Jahren wurden von verschiedenen regionalen Gruppen und  Initiativen unkommerzielle Freiräume und Wohnmöglichkeiten gefordert! Heute müssen wir jedoch feststellen, dass diese Forderungen keineswegs erfüllt wurden!

Deshalb tragen wir am 9. August 2013 unsere Anliegen erneut auf die Mainzer Straßen und kämpfen für unser Recht auf Leben abseits des kapitalistischen Normalzustandes, frei von jeglichen menschenverachtenden Ideologien. Dieses Jahr werden wir uns nehmen was wir brauchen!

Mehr Infos:
https://traeumentanzenkaempfen.noblogs.org/

Samstag, den 6.7.13: Demo zum Erhalt des AZ Köln: “one struggle one fight.”


Hallo liebe Freund*innen des Autonomen Zentrum Köln!

In den letzten Tagen spitzt sich die Diskussion um die Zukunft des
Autonomen Zentrum in Köln-Kalk zu.

Die Kölner SPD fühlt sich mittlerweile in die Ecke gedrängt und schlägt
jetzt wild um sich. Als Reaktion auf nächtliche Plakataktionen von
AZ-Sympathisant_innen bei den Wohnhäusern von mehreren verantwortlichen
SPD-Politiker_innen, tritt die SPD eine rießige Medienwelle gegen das AZ
los.

Das Pressetelefon stand den heutigen Tag kaum still. Von Bild bis RTL wird
gegen die “gewaltbereiten Autonomen” gehetzt, der Oberbürgermeister Jürgen
Roters bekundet scheinheilig er habe Angst um seine Familie, um die
Stimmung weiter anzuheizen.

Der SPD-Vorsitzenden Jochen Ott fordert eine Distanzierung von den
Gewalttäter_innen die zu brutalen Mitteln wie Klebstoff und Farbe greifen.
Und er vergreift sich dabei am Telefon gewaltig im Tonfall, wenn er den
Aktivist_innen “faschistische Methoden” vorwirft. Der öffentliche
Aufschrei über diesen Vergleich blieb jedoch bisher aus, stattdessen
tröten die üblichen Medien in das selbe Horn.

Endlich ist ein Thema gefunden, das davon ablenkt, dass die SPD bisher zu
keinerlei Zugeständnissen bereit war und die volle Verantwortung für die
jetzige Situation trägt.

Erneute Gesprächsangebote aus dem AZ bleiben unbeantwortet. Die SPD setzt
auf Eskalation und Kriminalisierung und versucht so die öffentliche
Stimmung auf eine Räumung des Autonomen Zentrum vorzubereiten. Selbst
Aufforderungen der Kölner Polizeiführung, in Gesprächen zu einer
politischen Lösung zu finden, verweigert sich die SPD weiterhin.

Gleichzeitig platzt das AZ aus allen Nähten, es werden den ganzen Tag
Barrikaden gebaut, es laufen Aktionen in der Stadt und gibt reichlich
Programm. Die gather&resist-Tage sind daher ein voller Erfolg.

Abgeschlossen werden soll die gather&resist-Woche mit einer großen Demo am
Samstag, den 6. Juli, unter dem Motto one struggle one fight. Die Demo
startet am Samstag um 16 Uhr auf dem Platz vor der alten Polizeiwache an
der Kapellenstraße in Köln-Kalk, wenige Meter vom Autonomen Zentrum.

Mit der Demo am Samstag wollen wir zum Abschluss der gather&resist-Woche
nochmal ein starkes Zeichen setzen, dass viele Menschen das Autonome
Zentrum in Köln unterstützen und sich einer Räumung in den Weg stellen
werden.
Ziel ist es klar zu machen, dass wir kein Köln mehr ohne AZ wollen und
dass wir entschlossen sind das AZ zu verteidigen.

Wir freuen uns über zahlreiche Beteiligung von nah und fern und hoffen,
dass viele Menschen mit uns auf die Straße gehen und ihre Solidarität mit
dem Autonomen Zentrum zeigen. Gerade in der jetzigen Situation ist es
nochmal wichtig Präsenz zu zeigen.

Gleichzeitig wollen wir mit der Demo auch über den Tellerrand des Kölner
AZ hinaus schauen und inhaltlich an einige der vielen anderen Kämpfe die
derzeit stattfinden anknüpfen und auch andere Projekte zu Wort kommen
lassen.

Kommt alle am Samstag nach Köln-Kalk unterstützt uns auf der Demo! Es ist
wichtiger denn je!

 

Weitersagen >>>>

Bitte leitet diese Infos weiter. Ladet Eure Freund_innen einen und kommt
zur Demo!

Aktuelle Infos findet ihr unter:
http://az-koeln.org

Das Facebook-Event zur Demo findet ihr hier:
https://www.facebook.com/pages/Autonomes-Zentrum-K%C3%B6ln/157551310970995

Support your local squat!
Wir sehen uns auf der Straße!


Autonomes Zentrum
Wiersbergstr. 44
51103 Köln

http://az-koeln.org
unsersquat@riseup.net

Rückblick auf den 40. Geburtstag des JUZ Friedrich Dürr

Rückblick auf den 40. Geburtstag des JUZ Friedrich Dürr

Pyros

Das JUZ grüßt die Nachttanzdemo bei ihrer Ankunft am Neuen Messplatz

Mit 40 Jahren ist das Jugendzentrum Friedrich Dürr in Mannheim eines der ältesten in Deutschland. Nachdem 1972 das “Domizil”, der letzte Jugendtreff in der Mannheimer Innenstadt, geschlossen wurde, entstand eine Bewegung, die sich für einen Ort ohne Bevormundung und Kontrolle, einen Ort der Selbstorganisation und Kreativität, stark machte. Fortan trafen sich die Jugendlichen am Paradeplatz, veranstalteten Demos und Aktionen, um auf ihre Forderungen aufmerksam zu machen. Die Anstrengungen führten 1973 schließlich zum Erfolg: Das selbstverwaltete Jugendzentrum wurde im ehemaligen Gewerkschaftshaus in O4, 8 in den Quadraten eröffnet.

Geburtstagskuchen

Geburtstagskuchen

Seitdem ist viel passiert. Zahlreiche Generationen haben die Einrichtung durchlaufen, es gab bessere und schlechtere Zeiten, der Umzug 1994 in die Neckarstadt war heftig umstritten. Eins hat das JUZ über die Jahrzehnte erhalten: Den politischen Anspruch und die antifaschistische Tradition. Der historische Ort in O4, 8 war eine Herausforderung, die Selbstbenennung nach dem Mannheimer Widerstandskämpfer gegen den NS Friedrich Dürr letztlich die Verpflichtung zum antifaschistischen Selbstverständnis.

Seit 1973 hat das JUZ einige Jubiläen feiern können und einige Male sah es so aus, als könnte es das letzte sein. Kürzungen der städtischen Zuschüsse, Verdrängung aus der Innenstadt, Hetzte von CDU-PolitikerInnen und dem Mannheimer Morgen. Doch das JUZ sitzt momentan fest im Sattel und ist gesichert, wie selten zuvor. Dass wir 2013 gemütlich das 40-jährige feiern können, verdanken wir den Generationen vor uns, die abermals für den Erhalt unseres Freiraums gekämpft haben und natürlich uns selbst. So war es umso schöner, dass wir in den Festwochen auch viele Menschen aus den älteren Generationen kennen lernen konnten.

Podiumsdiskussion "40 Jahre Antifa"

Podiumsdiskussion “40 Jahre Antifa”

JUZ-Geburtstagswochen im April und Mai 2013

Die Feierlichkeiten begannen mit der Diskussionsveranstaltung des AK Antifa “40 Jahre JUZ – 40 Jahre Antifa“. Fünf Antifa-AktivistInnen aus verschiedenen Jahrzehnten sprachen über Demos und Aktionen, über die Entwicklung der rechten Szene in der Rhein-Neckar-Region, über polizeiliche Repression und natürlich über das JUZ als Ausgangspunkt der antifaschistischen Bewegung in Mannheim. Obwohl die Veranstaltung ein (vor allem für uns) spannendes Thema behandelte, war sie leider nur mittelmäßig besucht – wohl auch deshalb, weil die schriftlichen Einladungen zu den Geburtstagswochen erst am Tag danach bei den Leuten eintrafen…

Die Spitze der Nachttanzdemo auf den Planken

Die Spitze der Nachttanzdemo auf den Planken

Höhepunkt der Geburtstagsfeierlichkeiten sollte eine Nachttanzdemo sein. Diese Entscheidung war begründet in dem Vorhaben, unseren Freiraum nicht nur “unter uns” zu feiern, sondern die Ideen von Selbstverwaltung und Emanzipation in die Öffentlichkeit zu tragen. Die Verbindung von Demonstration und Party wurde dabei für geeignet gehalten. Nachdem Mannheimer Demos letzten Sommer (gegen den Katholikentag) und letzten Winter (anarchistische und antikapitalistische Demo) völlig verregnet waren, hatten wir wieder kein Glück: Strömender Regen den ganzen Samstag. Trotzdem liefen wir unsere Route und feierten anschließend im JUZ eine bestens besuchte Party mit super Stimmung. Selbstkritisch müssen wir feststellen, dass die Planung und Durchführung der Demo ziemlich chaotisch und teils unmotiviert ablief, letztlich ist aber nichts ernsthaft schief gelaufen.

Fußballturnier: Die Ultras mobilisieren gegen den Naziaufmarsch in Karlsruhe

Fußballturnier: Die Ultras mobilisieren gegen den Naziaufmarsch in Karlsruhe

In den Geburtstagswochen lag traditionsgemäß der 1. Mai, an dem Aktionen in Mannheim und benachbarten Städten, vor allem Frankfurt und Karlsruhe, stattfanden. Deshalb kam für uns das Festessen am Vorabend gerade recht. Wir konnten uns von den Köchen des Restaurants Kombüse verwöhnen lassen und die JUZ-Geschäftsführung hatte einen tollen Kuchen für die Aktiven am Start. Vielen Dank noch einmal für den schönen Abend an unsere Leute im Büro!

Überraschend gut besucht war das JUZ-Fußballturnier auf dem Bolzplatz am Herzogenried. Mehr als 10 Mannschaften nahmen teil, es gab eine dicke Pyroshow der Ultra-Gruppe G.A.U. Girls und ein paar coole Überraschungen, z.B. ein Transpi der Jugend des ESC Blau-Weiss gegen Nazis. In deren Vereinsheim hatte sich noch vor ein paar Monaten der lokale NPD Kreisverband getroffen, bis eine Antifa-Aktion für deren Rauswurf sorgte.

Banner der ESC Jugend

Banner der ESC Jugend

Einige weitere Veranstaltungen in diesem Zeitraum wurden ebenfalls in die Festwochen integriert: Konzerte, Grillpartys, die jährliche 8. Mai Feier und eine Gedenkveranstaltung für unseren Namensgeber Friedrich Dürr.

Die wahrscheinlich spannendste Veranstaltung war jedoch der Abend unter dem Motto “Die 1. Generation lädt ein“. Und tatsächlich folgten viele Menschen, die vor allem in den Siebzigern und Achtzigern das JUZ besuchten und dort aktiv waren, dieser Einladung. Das Programm war improvisiert, die Küchenfachschaft hatte gekocht, es gab ein Konzert mit Edde, einige spontane Reden von alten und jungen Aktivist_innen wurden gehalten und gemeinsames JUZ- und Arbeiterliedersingen mit Schlauch vollendete den Abend. Das Tolle war die Stimmung, die Zusammenkunft ehemaliger Jugendlicher, die sich teils seit Jahren nicht gesehen hatten, aber auch das Zusammentreffen mit den jungen und der Austausch zwischen den Generationen.

Volles Haus mit Aktiven der Siebziger und Achtiger

Volles Haus mit Aktiven der Siebziger und Achtiger

Nach 40 Jahren haben wir noch lange nicht genug! Nachdem bei der 25-Jahr-Feier eine schicke Broschüre entstanden ist, gibt es jetzt eine online Timeline, bei der man sich durch JUZ-Geschichten der letzten 40 Jahre klicken kann.

Es wird weitergehen, mal besser, mal schlechter laufen und wir werden unseren Teil dazu beitragen, dass der selbstverwaltete Freiraum am Neuen Messplatz antifaschistisch, links und unbequem bleibt.

Samstag, 25.05.13 in Karlsruhe: Den Nazis keinen Meter!

Für Samstag, den 25. Mai, planen Nazis unter dem Motto „Freiheit für alle Nationalisten – Freiheit für unsere Kameraden“ eine bundesweite Großdemonstration in Karlsruhe. Sie beziehen sich auf acht Nazis aus Deutschland und Österreich, die wegen Gewalttaten und Volksverhetzung einsitzen.
Der Aufmarsch ist von der NPD angemeldet und wird von Freien Kameradschaften unterstützt. Das Thema hat in der Naziszene momentan einen sehr großen Stellenwert, von Altnazis über die NPD bis hin zu Freien Kameradschaften und Autonomen Nationalisten fühlen sich alle angesprochen. Die Ortswahl Karlsruhe als Standort des Bundesverfassungsgerichts soll dem Aufmarsch bundesweite Bedeutung verleihen. Gerade vor dem Hintergrund des NSU-Prozesses und der Aufdeckung neonazistischer Netzwerke in Gefängnissen stellt die Ankündigung eine große Provokation dar, die nicht unbeantwortet bleiben darf. Der Verhöhnung der fast 200 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 müssen wir uns entschlossen entgegenstellen.

Daher haltet Euch den Tag frei, bereitet Euch auf Blockaden vor und lasst uns gemeinsam den Tag zum Desaster für die Nazis machen.
Den Nazis keinen Meter!

http://keinenmeter.org/

Flashmob am 4.5.13 u​m 14 Uhr gegen den B​undeswehr-Stand auf ​dem Maimarkt ​ a-k​

MILITÄR IST KEINE LÖSUNG, SONDERN DAS PROBLEM.

KEIN WERBEN FÜR’S STERBEN!

 

Flashmob gegen den Bundeswehr-Stand auf dem Mannheimer Maimarkt: Sa, 04. Mai 2013, 14 Uhr

Haltestelle „Maimarkt“ am Haupteingang

Eintrittskarten werden für TeilnehmerInnen zur Verfügung gestellt.STE

! Wieder einmal will sich die Bundeswehr als normaler Arbeitgeber und unumstrittener Teil der Gesellschaft präsentieren sowie als Möglichkeit zur Schaffung von Frieden und Sicherheit. Dagegen wehren wir uns aus gutem Grund: Denn hier wie andernorts betreibt die Bundeswehr ein Werben für´s Sterben. Junge Menschen werden für die wirtschaftlichen Interessen der Nutznießer des Kapitalismus missbraucht und sollen wahlweise im Namen von Menschenrechten oder dem „war on terror“ andere Menschen für den ungehinderten Zugang zu Rohstoffen und Märkten umbringen. Dem können und werden wir nicht tatenlos zusehen!

 

Die Bundeswehr behauptet, jungen Menschen eine Perspektive geben zu können und lockt mit Ausbildung, Führerschein und bezahltem Studium. Sie verharmlost dabei, dass mensch sich hierfür mindestens zwei Jahre zum Kriegsdienst verpflichten muss. Das bedeutet, zwei Jahre auf Befehl Mord und Totschlag zu unterstützen oder selbst zu praktizieren sowie sich in Todesgefahr zu begeben. Neben den SoldatInnen in Uniform wenden wir uns also auch gegen die vermeintlich „zivilen“ Berufsfelder, die nicht unmittelbar an Tötungen beteiligt sind, aber dafür sorgen, dass die Rahmenbedingungen zum Töten gegeben sind.

 

Bundeswehr und Regierung behaupten auch, dass durch sogenannte „Friedensmissionen“

unsere Sicherheit verteidigt werde. Tatsächlich aber führt der Einsatz von Gewalt zu Gegengewalt und erzeugt weiteren Terrorismus, gegen den dann wieder Kriege geführt werden müssen. Es ist der Terror „von oben“, der Terror der 1 % an Eigentümern und Großanlegern und deren Kriegseinsätze, die die Gegengewalt der von “Friedensmissionen” betroffenen Menschen hervorruft.

 

Die wahren Kriegsgründe werden in den Medien kaum dargestellt: So sind es nicht etwa „humanitäre“ Gründe, denen die „Interventionen“ dienen, sondern die wirtschaftlichen Interessen der großen Konzerne, für die der Zugang zu wichtigen Ressourcen unabdingbar ist. BewohnerInnen von Regionen und Staaten mit wertvollen Rohstoffen (z. B. Erdöl, Erdgas, Uran und seltene Erden) haben daher unter der Gewalt der großen Kriegsmächte zu leiden.

 

Erstaunlich ist auch das Argument, dass durch derartige Gewalt Demokratien gefördert werden sollen: Wenn es wirklich darum ginge, würden sich die angreifenden Staaten an der eigenen Nase packen und sich um wirkliche Demokratie in ihren eigenen Ländern bemühen. Demgegenüber wird mit diktatorischen aber wirtschaftlich kooperativen Regimen unproblematisch zusammengearbeitet. So werden etwa Angriffswaffen wie der Leopard-II-Panzer an Saudi-Arabien ausgeliefert, also an einen Staat, in dem eine absolutistische Monarchie herrscht.

 

Daher sagen wir:

  • Bundeswehr als Arbeitgeber? – Nein, Danke!
  • Stopp aller Rüstungsexporte und Umbau der Rüstungsindustrie!
  • Statt Geld für Rüstung und Militär zu verschwenden, müssen diese Mittel für die Ausbildung von Friedensfachkräften und den Zivilen Friedensdienst verwendet werden!

 

Der Arbeitskreis gegen Militarisierung (AK.Mil) besteht aus AktivistInnen von:

Anarchistische Gruppe Mannheim, Attac Heidelberg, DFG-VK Mannheim, Friedensplenum Mannheim, Grüne Jugend Worms, IPPNW Rhein-Neckar, Komitee für Rätedemokratie, Kritisches Kollektiv / iL Rhein-Neckar, Linksjugend ['solid] Mannheim und Occupy Mannheim

 

Kontakt: ak.mil@gmx.de

http://www.facebook.com/militarisierung

Solidarität mit selbstverwalteten Freiräumen!

Unzählige selbstverwaltete Freiräume sind derzeit in ihrer bisherigen Existenz bedroht. Das JUZ als selbstverwaltetes Jugendzentrum solidarisiert sich mit diesen Freiräumen!

Solidarität mit dem Haus Mainusch in Mainz

Das Haus Mainusch muss bleiben!

# nach der Kündigung des langjährigen Mietvertrags durch die Universitätsleitung Mainz #

Das Haus Mainusch besteht seit fast 25 Jahren als unabhängiges Kommunikationszentrum auf dem Campus der Johannes Gutenberg Universität Mainz. Es ist das einzige Projekt seiner Art in Mainz und Umgebung.

Für uns steht fest, dass das Haus Mainusch als Freiraum und als Schutzraum in Form des unabhängigen, selbst verwalteten Zentrums erhalten bleiben muss.

[...]

Für eine langfristige Perspektive des Projektes auf dem Campus der Johannes Gutenberg Universität in Mainz!

Online Petition || Website Haus Mainusch

Solidarität mit dem IVI in Frankfurt

Das seit 2003 besetzte “Institut für vergleichende Irrelevanz” (IVI) im Kettenhofweg 130 in Frankfurt am Main ist momentan akut von einer Räumung bedroht.

Das Gebäude wurde anfang März an einen privaten Investor verkauft. Nachdem zunächst ind er Presse verkündet wurde, man wolle einen Mietvertrag für die Nutzer_Innen des Hauses anbieten ist mittlerweile Räumungsklage eingereicht worden.

Wir solidarisieren uns mit dem IVI und allen anderen räumungsbedrohten sozialen und kritischen Zentren!

Online Petition || Website IVI Frankfurt

Solidarität mit dem AZ Aachen

Vielleicht habt Ihr bereits mitbekommen, dass das Autonome Zentrum

Aachen derzeit mal wieder von einer Schließung bedroht ist, weil die

Stadt Aachen plant das (seit Jahren leerstehende) Gebäude des

ehemaligen Gesundheitsamtes zu verkaufen.

Unter dem Gebäude, und damit dazugehörig, befindet sich der Bunker in dem sich seit inzwischen fast 20 Jahren das AZ befindet.

Dort finden soziale und kulturelle Veranstaltungen und unkommerzielle

Projekte einen Raum, in dem ausserdem unter anderem Platz für

antifaschistische, antisexistische, antihomophobe und linksorienterte

Politik geboten wird. All das wird basisdemokratisch organisiert und

ist unkommerziell, also ehrenamtlich.

Im AZ Aachen finden jährlich mehr als 150 Veranstaltungen vollkommen verschiedener Art statt, von Konzerten und Partys über politische Vorträge bis hin zu Theatervor- und Kunstausstellungen. Die bewusst niedrig gewählten Eintrittspreise dienen allein der Kostendeckung.Doch die Stadt Aachen möchte dem nun ganz konkret ein Ende setzen und das ehemalige Gesundheitsamt, samt darunterliegendem Bunker, zu einem Billig-Hostel umfunktionieren.

Die Nutzungsfläche des AZ’s würde dann schätzungsweise noch gut ein Viertel der jetzigen Fläche einnehmen, was eine Kostendeckung faktisch unmöglich macht.

Das werden wir nicht hinnehmen und werden alles Erdenkliche tun um den Erhalt des Autonomen Zentrums in seiner jetzigen Form zu sichern.

Doch dafür brauchen wir Eure Solidarität und Unterstützung.

Online Petition || Website AZ Aachen

Stolperstein für Friedrich Dürr

Am 25.03.2009 fand in der Mannheimer Neckarstadt eine Verlegerunde der sogenannten Stolpersteine statt. Der Kuenstler Gunter Demnig erinnert mit den Stolpersteinen an die Opfer des Nationalsozialismus, indem er vor deren letztem selbstgewaehltem Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt.

An diesem Tag wurde auch dem Mannheimer Antifaschisten Friedrich Dürr ein Stolperstein in der Lange Rötterstraße 22 gelegt. Das Jugendzentrum in Selbstverwaltung würdigt seinen Namensträger mit der Patenschaft für diesen Stolperstein.

 

Gunter Demnig mit dem zu verlegenden Stolperstein

Verlesen des Redebeitrags des JUZ während der Verlegung

 

Steigen lassen der Luftballons mit Flugzetteln über Friedrich Dürr

 

Der frisch verlegte Stolperstein

 

Bei der Verlegung des Stolpersteins für Friedrich Dürr am 25.03.2009 wurde durch Juz-Aktive ein Redebeitrag verlesen. Dieser Redebeitrag ist hier dokumentiert:

Friedrich Dürr

Friedrich Dürr wurde am 1.2.1904 geboren und ist in den Mannheimer Quadraten aufgewachsen. Seine 3 älteren Brüder starben alle während des ersten Weltkrieges. Mit 15 Jahren verließ er, wie damals unter Arbeiterkindern üblich, die Volksschule und begann eine Maschinenschlosserlehre beim Benz. Trotz “guter Führung” wurde er 1924 aus der Firma entlassen, vermutlich auf Grund seiner politischen Agitation. Mit seiner gewerkschaftlichen und parteilichen Arbeit versuchte er sein Ideal der klassenlosen und herrschaftsfreien Gesellschaft zu erkämpfen. Auch nach dem 1. KPD-Verbot 1923 führte Friedrich Dürr diese Arbeit in der Illegalität fort und widmete sich in den kommenden 11 Jahren Arbeitslosigkeit bis zu seiner Verhaftung intensiv dem politischen Kampf.

1930 heiratete er Anna Göckel und zog mit ihr in eine vom Schwiegervater bereitgestellte Wohnung, in der Lange-Rötter-Str. 22, in der er bis zu seiner Verhaftung wohnen bleiben sollte. Vor diesem Haus stehen wir gerade.

Schon vor der Machtübernahme 33 setzte Friedrich Dürr sich in einem antifaschistischen Ausschuss im Stadtteil Neckarstadt für eine Einheitsfront gegen den Faschismus ein, um die Machtergreifung der Nationalsozialisten durch ein breites linkes Bündnis zu verhindern. Schon hier zeigte sich, wie entschlossen er gegen den sich formierenden Faschismus zur Wehr setzte.

1933 wurde die KPD erneut verboten und im Frühjahr 1934 startete die Gestapo in Baden-Pfalz eine regelrechte Jagd auf politische Gegner des Regimes. Dabei wurden zahlreiche sich im Untergrund organisierende KPDler verhaftet, gefoltert und ins Zuchthaus gesteckt, von wo sie später in verschiedene Konzentrationslager deportiert werden sollten.

Dieser ersten großen Welle der Repression in der Region hatte Friedrich Dürr noch entgehen können. Nach dieser Schwächung der Partei übernahm er dann den Posten des Bezirkskassierers. Diese Tätigkeit und eine weitere spektakuläre Aktion in der Silvesternacht 35 wurden ihm später zum Verhängnis. Mit zwei weiteren Genossen feierte Friedrich Dürr das neue Jahr auf ganz besondere Weise. Aus platzenden Ballons flatterten Flugblätter auf die mannheimer Straßen, auf denen zum Kampf gegen den Nationalsozialismus aufgerufen wurde: “Mit Jammern und Klagen wird nichts bestellt, mit Hammer und Sichel gewinnst du die Welt.” Hieß es da, und “1935! Schmiedet die Einheitsfront gegen Hitler!” wurde gefordert.

Nicht einmal 2 Wochen später, am 11.Januar 1935, wurde Friedrich Dürr verhaftet und vom Oberlandesgericht zu 3 Jahren und 6 Monaten Haft verurteilt. Doch er kehrte anschließend nicht mehr nach Mannheim zurück sondern wurde wegen seines Nichtzusammenarbeitens mit dem Justizapparat ins KZ Dachau überführt, da er eine Aussage über die KPD-Strukturen verweigerte.

Selbst im Konzentrationslager wurde sein Widerstandswille nicht gebrochen. Er musste Zwangsarbeit in der Waffenwerkstatt der SS leisten, suchte aber von Anfang an dies zu nutzen, indem er über Pläne zu einer bewaffneten Erhebung gegen die SS im Konzentrationslager Dachau nachdachte.

Im Frühjahr 1945 verbreitete sich unter den Häftlingen die heißersehnte Nachricht der sich schnell nähernden amerikanischen Truppen. Die SS reagierte auf diese Information, indem sie einen Todesmarsch der 30000 Häftlinge plante, um die Übernahme und Befreiung des Lagers durch feindliche Streitkräfte zu verhindern. Gegen Mittag des 27. April 1945 sollte sich der Gefangenentross in Bewegung setzen. Um die Befreiung des Lagers durch die Amerikaner zu beschleunigen und einen weitern Massenmord der Nazis zu verhindern, formierte sich in höchster Eile Widerstand im Lager.

2 Gruppen, zu denen jeweils 15 Gefangene zählten, wagten den Ausbruch aus dem Lager mit Hilfe des “Moorexpress”, der normalerweise Abfälle aus dem Lager transportierte. Die eine Gruppe war dazu bestimmt, zu den amerikanischen Truppen vorzudringen und sie über die Situation des Lagers zu informieren. Die andere, zu der auch Friedrich Dürr zählte, sollte in der Stadt Dachau einen Aufstand anzetteln und die SS zum Kampf zwingen.

In der Stadt waren zuvor von den Einwohnern Waffen versteckt worden, die die Gruppe jetzt an sich nahm. Auch der Volkssturm Dachaus schloss sich den Häftlingen an.

Es kam zum Kampf, wobei Friedrich Dürr und ein weiterer Mannheimer Genosse, Leo Heiß, der SS in die Hände fielen. Dürr wurde am 28.April vor dem Dachauer Rathaus erschossen, 24 Stunden bevor die Aliierten in Dachau ankamen.

Mit ihrer Tat haben die Widerstandskämpfer den Mitgefangenen womöglich das Leben gerettet. Denn in den Nachkriegsjahren wurde ein Geheimbefehl Himmlers an die Lagerleitung des KZ Dachau bekannt, nach dem kein Häftling “lebendig in die Hände des Feindes fallen” dürfe.

Bis heute gibt es keine angemessene Gedenkstätte für Friedrich Dürr hier in Mannheim. Lediglich das Jugendzentrum in Selbstverwaltung erinnert mit seinem selbstgewählten Namen an den Genossen und Widerstandskämpfer. Mit diesem Stolperstein wird eine weitere Stelle in Mannheim zum Ort des Erinnerns und Gedenkens an die Opfer des Faschismus.