{"id":1752,"date":"2014-10-20T20:39:29","date_gmt":"2014-10-20T18:39:29","guid":{"rendered":"http:\/\/juz-mannheim.de\/?p=1752"},"modified":"2014-10-20T20:39:29","modified_gmt":"2014-10-20T18:39:29","slug":"das-juz-solidarisiert-sich-mit-den-aktivitaten-in-heidelberg-unter-dem-motto-recht-auf-stadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/juz-mannheim.de\/en\/das-juz-solidarisiert-sich-mit-den-aktivitaten-in-heidelberg-unter-dem-motto-recht-auf-stadt\/","title":{"rendered":"Das JUZ solidarisiert sich mit den Aktivit\u00e4ten in Heidelberg unter dem Motto &#8220;Recht auf Stadt&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Das JUZ solidarisiert sich mit den Aktivit\u00e4ten in Heidelberg unter dem Motto &#8220;Recht auf Stadt&#8221; die am vergangenen Samstag den 18.10.2014 in einer Nachttanzdemonstration mit \u00fcber 1000 Teilnehmenden gipfelte.<br \/>\nW\u00e4hrend dieser Nachttanzdemo wurde au\u00dferdem das Geb\u00e4ude 21 in der Heidelberger Thibautstra\u00dfe besetzt.<\/p>\n<p>Hierzu dokumentieren wir eine entsprechende Pressemitteilung:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Pressemitteilung<\/p>\n<p>Heute, am fr\u00fchen Abend des 18.Oktober 2014, wurde das seit l\u00e4ngerer Zeit leerstehende Geb\u00e4ude 21 in der Thibautstra\u00dfe von ca. 40 Aktivist*innen\u00a0 besetzt. Mit Bannern wie \u201eFreir\u00e4ume nehmen, H\u00e4user besetzen\u201c machten die Besetzer*innen ihre Anliegen deutlich und kn\u00fcpften thematisch an den an diesem Wochenende in Heidelberg stattfindenden \u201eRecht auf Stadt\u201c-Kongress an. Auch aus der am gleichen Abend stattfindenden Nachttanzdemo fanden etliche den Weg auf die Besetzung, um ihren Forderungen nach selbstbestimmten und selbstverwalteten Freir\u00e4umen Ausdruck zu verleihen und sich mit den Besetzer*innen zu solidarisieren. Die fr\u00f6hliche Stra\u00dfenfeststimmung mit Tanz und Musik wurde dabei nur von dem unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig hohen Polizeiaufgebot gest\u00f6rt. So riegelte die Polizei das Geb\u00e4ude nahezu umgehend ab, ohne sich um die Anliegen der Besetzer*innen des leerstehenden Hauses zu scheren, und machte es den solidarischen Demonstrant*innen unm\u00f6glich sich den Besetzer*innen anzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Hier eine Stellungnahme der BesetzerInnen:<\/p>\n<p>Wir haben uns heute Abend den Freiraum genommen, der uns so oft versprochen wurde und der in Heidelberg so dringend gebraucht wird! Denn wenn wir politisch aktiv werden wollen, gibt es daf\u00fcr keine R\u00e4ume in denen wir uns treffen, Diskussionen f\u00fchren oder Vortr\u00e4ge veranstalten k\u00f6nnen.<br \/>\nWenn wir kreativ werden wollen, gibt es\u00a0 keinen Proberaum, keinen Platz f\u00fcr eine Staffelei.<br \/>\nWenn wir abends beim Weggehen angegrabscht werden, m\u00fcssen wir uns vom T\u00fcrsteher anh\u00f6ren, wir \u201eh\u00e4tten uns ja auch etwas anderes anziehen k\u00f6nnen\u201c; Zuspruch und Unterst\u00fctzung suchen wir oft vergeblich.<br \/>\nWir geben uns nicht damit zufrieden weiterhin darauf zu warten, dass uns irgendjemand irgendwann ein autonomes Zentrum gibt. Einen Raum, der als politischer Freiraum f\u00fcr alle Menschen unabh\u00e4ngig von Alter, Hautfarbe, Geschlecht und sexueller Identit\u00e4t dient. Ein Raum frei von Rassismus, Sexismus, Homophobie, Antisemitismus und Nationalismus. Seit der R\u00e4umung des ehemaligen autonomen Zentrums im Jahr 1999 &#8211; damals wurde uns ein ad\u00e4quater Ersatz versprochen &#8211; k\u00e4mpfen wir vergeblich. An m\u00f6glichen R\u00e4umen und Geb\u00e4uden mangelt es nicht. Also haben wir uns nun einen daf\u00fcr geeigneten Raum selbst genommen.<br \/>\nDen Gedanken nicht nur zu konsumieren, sondern selbst Teil eines autonomen und unkommerziellen Projekts zu sein, finden wir nicht nur ansprechend, sondern notwendig in einer kapitalistischen Gesellschaft, in der Profit und Leistung im Vordergrund stehen. Wir wollen uns nicht bedienen und bestimmen lassen, sondern selbstbestimmt Freir\u00e4ume gestalten!<br \/>\nUns ist bewusst, dass dies von den Beh\u00f6rden kriminalisiert werden wird und dass wir m\u00f6glicherweise wegen \u201eHausfriedensbruch\u201c mit Repressionen rechnen m\u00fcssen. Welchen Frieden wir in diesem leer stehenden Haus gebrochen haben ist uns unklar. Auch dass dieses Streben nach Selbstbestimmung schnellstm\u00f6glich unterbunden werden wird ist uns bewusst, wir werden dennoch weiter f\u00fcr einen solchen Freiraum k\u00e4mpfen! Wir lassen uns nicht vom\u00a0 gesellschaftlichen Mainstream bestimmen und unsere Freiheit durch deutsche Staatsorgane unterdr\u00fccken!<br \/>\nSelbst OB W\u00fcrzner ist sich \u00fcber das Fehlen eines autonomen Zentrums im Klaren. In einem Interview am 06.10.14 bemerkte er, ein \u201ev\u00f6llig autonomes Jugendzentrum\u201c g\u00e4be es in Heidelberg nicht, er sei \u201ein diesem Bereich auch noch nicht zufrieden\u201c.<br \/>\nEtwas dagegen unternommen hat er bisher jedoch nicht, sondern sich ganz im Gegenteil aktiv daf\u00fcr eingesetzt, Freiraumbewegungen wie z.B. die Bem\u00fchungen um ein Jugendzentrum durch vorgeschobene Geldknappheit im Keim zu ersticken. Nun w\u00e4re eine erneute Chance f\u00fcr Herrn W\u00fcrzner am Abend vor der Ob-Wahl zu beweisen, dass er seinen Worten auch Taten folgen l\u00e4sst. Den Anfang haben wir bereits gemacht, wir haben einen Ort gefunden. Jetzt ist es an Ihnen, Herr W\u00fcrzner, dieses Haus zu einem neuen autonomen Jugendzentrum zu erkl\u00e4ren!<\/p>\n<p>F\u00fcr Freir\u00e4ume und autonome Zentren in Heidelberg und \u00fcberall!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das JUZ solidarisiert sich mit den Aktivit\u00e4ten in Heidelberg unter dem Motto &#8220;Recht auf Stadt&#8221; die am vergangenen Samstag den 18.10.2014 in einer Nachttanzdemonstration mit \u00fcber 1000 Teilnehmenden gipfelte. W\u00e4hrend dieser Nachttanzdemo wurde au\u00dferdem das Geb\u00e4ude 21 in der Heidelberger Thibautstra\u00dfe besetzt. Hierzu dokumentieren wir eine entsprechende Pressemitteilung: Pressemitteilung Heute, am fr\u00fchen Abend des 18.Oktober 2014, wurde das seit l\u00e4ngerer Zeit leerstehende Geb\u00e4ude 21 in der Thibautstra\u00dfe von ca. 40 Aktivist*innen\u00a0 besetzt. 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