Beratungsnetzwerk
gegen Rechtsextremismus nimmt Arbeit auf
Das
Mannheimer Team des landesweiten Beratungsnetzwerks gegen
Rechtsextremismus beginnt im Januar 2010 mit seiner Arbeit.
Die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten bei rechtsextremen
Vorfällen Betroffene sowie Bürgerinnen und Bürger, die
sich gegen rechts engagieren wollen. Solche Vorfälle können
beispielsweise rechtsextreme Propaganda an Schulen, Schmierereien
im Stadtteil, rassistische Pöbeleien im Betrieb, Übergriffe
oder Aufmärsche von Nazis in der Stadt sein. Die Beraterinnen
und Berater helfen mit Hintergrundinformationen über rechtsextremistische
Strukturen, geben Tipps zum Umgang mit Rechtsextremen
und fördern die Vernetzung mit anderen Betroffenen und
engagierten Personen. Auch Vorträge und Workshops, beispielsweise
für Lehrer, Vereine, Mitarbeiter der Jugendarbeit oder
Betriebsgruppen stehen auf dem Programm.
Das
Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus ist Teil des
Bundesprogramms "kompetent für Demokratie - Beratungsnetzwerke
gegen Rechtsextremismus", das in Baden-Württemberg von
der Jugendstiftung und der LAGO (Landesarbeitsgemeinschaft
Offene Jugendbildung) getragen und vom Kultusministerium
gefördert wird. Das Netzwerk der Beratungsstützpunkte
ist in Baden-Württemberg dezentral organisiert. Es gibt
einzelne Teams in verschiedenen Stadt- und Landkreisen,
so jetzt auch in Mannheim.
Träger
des hiesigen Beratungsstützpunktes ist die Abteilung Jugendförderung
des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie-Jugendamt
und wird von der "Arbeitsgemeinschaft Jugendarbeit Mannheim"
unterstützt. Aktuell arbeiten drei auf Landesebene ausgebildete
Beraterinnen und Berater im lokalen Stützpunkt. Die Förderung
des Projektes läuft bis Ende 2010 mit Aussicht auf Verlängerung.